Das Thema: Noch immer beruht der weitaus größte Teil der weltweiten Energieerzeugung auf fossilen Brennstoffen wie Kohle und Erdöl. Die Gefahren für Klima und Umwelt sind bekannt. Der Film will zeigen, dass es auch anders geht – und entwirft die Vision einer Welt, deren Energieversorgung vollständig aus erneuerbaren Quellen gespeist wird.
Der Regisseur: Um zu zeigen, wie die Utopie Wirklichkeit werden könnte, stellt Carl-A. Fechner beispielhafte Projekte vor. Einige davon in Entwicklungsländern, in denen viele Menschen bislang gar keinen Zugang zu Strom haben. Es geht etwa um die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen, Wind- und Sonnenkraft, um die Entwicklung von Speichertechniken und Möglichkeiten der Energieeinsparung. Zur Sprache kommen auch die gegenwärtigen Strukturen der Energieindustrie, die eine Umstellung auf alternative Formen der Strom- und Wärmeerzeugung erschweren. Dabei dient der SPD-Politiker Hermann Scheer, von dessen Buch „Energy Autonomy“ sich Fechner inspirieren ließ, als eine Art Leitfigur. Den einzigen Bedenkenträger gibt der Direktor der Internationalen Energieagentur Fatih Birol, der früher für die OPEC arbeitete. Dessen Einwänden widerspricht Scheer – nur leider nie in konfrontativer Gegenrede. Aber keine Frage: Der Regisseur ist um Komplexität bemüht, gibt Anregungen und zeigt Möglichkeiten auf. Er versteht es aber auch, die Objekte seiner Hoffnung, wie etwa Solarmodule, sehr vorteilhaft ins Bild zu rücken. Dadurch entsteht gelegentlich der Eindruck, man würde einem Imagefilm beiwohnen – was noch dadurch verstärkt wird, dass im Abspann viele Unternehmen der Solartechnikbranche als Sponsoren gelistet sind.
Fazit: Eine Doku, die ein ehrenwertes Anliegen vertritt, mitunter aber wie ein Werbefilm wirkt.