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FILM DER WOCHE

KING KONG

Fast 36 Jahre ist es nun her, dass ein kleiner Junge den berühmten Schwarzweiß-Film "King Kong" sah. "Ich beschloss, Regisseur zu werden. Ich wollte Filme machen. Genau solche Filme!", erinnert sich Peter Jackson an seine erste Begegnung mit dem Riesenaffen. Und was sich der Neuseeländer in den Kopf setzt, das schafft er auch. Schließlich war er es, der die Roman-Trilogie "Der Herr der Ringe", die als unverfilmbar galt, auf die Leinwand brachte und damit einen der größten Erfolge der Kinogeschichte feierte.



Noch 1996 hatten die mächtigen Studiobosse dankend abgelehnt, als Jackson mit der Idee hausieren ging, den "King Kong"-Klassiker erneut zu verfilmen. Doch nach dem weltweiten Siegeszug von Tolkiens Fantasy-Saga durch die Kinos gaben sie ihr Okay zu dem kühnen Unterfangen. Soviel gleich vorweg: Es hat sich gelohnt. Nach dem Motto "Nicht kleckern, sondern klotzen" gab Jackson rund 200 Millionen Dollar aus. Für jede Menge Spezialeffekte, den acht Meter großen, computeranimierten Affen und das New York der 30er Jahre, das er als Kulisse in Neuseeland aufbauen ließ. Der "King Kong" des Meisterregisseurs ist mit drei Stunden doppelt so lang wie das Original, bietet fulminante Action genauso wie leise Töne und warmherzigen Humor.



Die Geschichte beginnt im New York der frühen 30er Jahre. Es ist die Zeit der Großen Depression, die Menschen durchwühlen sogar die Mülleimer auf der Suche nach Essbarem. Auch die Varieté-Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts) ist verzweifelt auf der Suche nach Arbeit. In ihrer Not nimmt sie das Angebot des windigen Filmregisseurs Carl Denham an (einfach herrlich: Jack Black), der sie zu Dreharbeiten auf eine geheimnisvolle Insel namens Skull Island einlädt. An Bord des Dampfers S.S. Ventura verliebt sie sich alsbald in den schüchternen Bühnenautor Jack Driscoll (Adrien Brody).



Die Insel indes, die die S.S. Ventura einige Zeit später erreicht, macht ihrem Namen alle Ehre. Überall herumliegende Skelette und der reichlich gewalttätige Empfang der Eingeborenen lassen Filmteam und Besatzung rasch die Flucht ergreifen. Doch die Einheimischen haben bereits ein Auge auf die schöne blonde Frau geworfen: Was für ein geeignetes Opfer für den Riesenaffen Kong ...



Peter Jackson lässt sich Zeit. Mehr als eine Stunde dauert es, bis wir King Kong zum ersten Mal sehen. In Ruhe können sich die Figuren entwickeln. Dann aber geht es rund - auf der Insel haben etliche Urzeitmonster überlebt. Und die toben dann mit wirklich atemberaubender Action eine weitere Stunde über die Leinwand. Das Ende schließlich, wie im Original auf dem Dach des Empire State Buildings, ist tieftraurig und rührt dank der seelenvollen Blicke des Affen auch noch den härtesten Zyniker. Keine Frage: ein Meisterwerk.

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Datum:  15.12.2005
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Thomas Hirschbiegel

Aufschriften auf Firmenwagen sind immer wieder ein ergötzliches Thema. Jetzt stand ich am Eimsbütteler Markt hinter einem Transporter, auf dem stand: „Vor Ihnen fahren die Maler mit Freude am Beruf.“