Wir erinnern uns: Im ersten Teil der Eiszeit-Saga wurden das schusselige Faultier Sid, das brummige Mammut Manni und der stolze Säbelzahntiger Diego gegen jede Wahrscheinlichkeit zu Freunden. In ihrem zweiten Animationsabenteuer, das bei uns 8,7 Millionen Zuschauer in die Kinos lockte, entgingen sie dann knapp einer Sintflut. Zu dem illustren Trio gesellten sich dabei noch die beiden frechen Opossum-Brüder Crash und Eddie sowie die Mammut-Dame Ellie.
Die ist nun schwanger. Und Manni ist als überfürsorglicher Papa in spe schwer damit beschäftigt, seine Umgebung kindersicher zu machen. Nicht zuletzt deshalb hält Diego die Zeit für gekommen, sich von seinen Freunden zu verabschieden. Das wiederum löst bei Sid Vereinsamungsangst aus. Weil in ihm der Wunsch nach einer eigenen Familie keimt, "adoptiert" er kurzerhand drei zufällig gefundene Riesen-Eier. Dass denen Saurier-Babys entschlüpfen, die größer sind als er, stört ihn wenig - schließlich wird er von ihnen sofort als Mutter akzeptiert. Nur leider hat er die Rechnung ohne die erboste echte Mama gemacht, die plötzlich auftaucht, ihren Nachwuchs samt Sid einkassiert und in ihre unter dem Eis verborgene Saurier-Welt verschwindet. Können Manni, Ellie, Diego, Crash und Eddie ihren Freund retten?
Die Story, die im Wesentlichen um Freundschaft und Familienbildung kreist, ist allerdings gar nicht so wichtig. Für den Unterhaltungswert viel bedeutsamer sind die schön ausgearbeiteten, putzigen Charaktere, über deren Eigenheiten und Missgeschicke man sich einmal mehr prächtig amüsieren kann. Das Säbelzahnhörnchen Scrat, Publikumsliebling der beiden Vorgängerfilme, darf da natürlich nicht fehlen. Etwas abseits vom Hauptgeschehen geht es dem heimlichen Star der Serie wie gewohnt um das Sichern einer Eichel. Diesmal bekommt es der frustrationsgewohnte Nager beim lustigen Kampf um das begehrte Objekt übrigens noch mit einem verschlagenen Hörnchen-Weibchen namens Scratte zu tun, das in ihm freilich auch romantische Gefühle weckt. Der zweite in humoristischer Hinsicht wichtige Neuzugang ist das durchgeknallte Wiesel Buck, das einst bei einer Auseinandersetzung mit einem Tyrannosaurus ein Auge verlor und nun wie Käptn Ahab in "Moby Dick" sein Leben der Rache für seine Versehrtheit verschrieben hat. Nichtsdestotrotz steht Buck dem fünfköpfigen Suchtrupp in der Unterwelt hilfreich zur Seite.
Diese ebenso bunte wie gefährliche Welt unter der Oberfläche, in der die Dinos bis zur Eiszeit überleben konnten, bietet deutlich mehr fürs Auge als die frostig-karge Umgebung, in der Sid & Co. zu Hause sind. Fantasievoll ausgestattet mit einer vielfältigen Flora und Fauna, steckt sie für die Gefährten allerdings auch voller Gefahren. Klar, dass die action- und slapstickreich gemeistert werden - und das animationstechnisch auf hohem Niveau.
Fazit: Dieser Film macht Kinder froh und Erwachsene ebenso.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?