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FILM DER WOCHE

Green Zone

Greengrass' Verschwörungsthriller «Green Zone»

Gerade erst hat ein Film über den Krieg im Irak bei der Oscar-Verleihung ordentlich abgeräumt: Kathryn Bigelows „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ erhielt gleich sechs der begehrten Gold-Trophäen. Ähnliches wird „Green Zone“, basierend auf einem Buch eines ehemaligen Irak-Korrespondenten der „Washington Post“, wohl nicht widerfahren. Doch auch wenn Paul Greengrass’ Werk nicht ganz von gleicher Güte ist wie das seiner Regie-Kollegin Bigelow – spannend ist der Action-Thriller allemal.



Im Zentrum der Handlung steht der US-Armee-Offizier Roy Miller (Matt Damon). Der wird kurz nach der Einnahme Bagdads und dem Sturz Saddams 2003 mit seinem Team dazu abkommandiert, nach den von der Bush-Regierung als Kriegsgrund angeführten Massenvernichtungswaffen zu suchen. Weil er in den mutmaßlichen Lagerstätten nichts dergleichen findet, beschleichen ihn berechtigte Zweifel am Sinn seiner Mission. Von wem kommen die Hinweise auf die angeblichen Waffenlager?



Auf der Suche nach der Wahrheit verbündet sich Miller mit dem CIA-Agenten Martin Brown (Brian Gleeson) – und stößt auf einen irakischen Informanten, der ihn auf die Spur eines ehemaligen Generals des Saddam-Regimes bringt. Das wiederum missfällt dem mit einer heiklen Vertuschungsaktion betrauten Pentagon-Mann Clark Poundstone (Greg Kinnear)...



Greengrass und Damon sind gut miteinander vertraut. Beide arbeiteten bereits bei den Thrillern „Die Bourne Verschwörung“ und „Das Bourne Ultimatum“ erfolgreich zusammen, in denen Damon den vehement nach seiner wahren Identität suchenden Titelagenten gab. Diesmal kämpft er sich als vielleicht einen Tick zu aufrechter Soldat auf extrem gefährlichem Terrain durch ein Gestrüpp von divergierenden Geheimdienstinteressen, Lügen und gezielten Falschinformationen – wobei sich die Trennlinie zwischen Freund und Feind des Öfteren verwischt.



Das Resultat ist ein gelungener Mix aus Verschwörungsthriller und Kriegsaction. Dabei wird der Zuschauer dank Greengrass’ rasanter Inszenierung – Handkamera und schnelle Schnitte sind Trumpf – förmlich in den Strudel der Ereignisse hineingezogen. Und die werfen gleich in mehrfacher Hinsicht ein äußerst schlechtes Licht auf die damalige US-Regierung. Was zu erwarten war.



Fazit: Redlicher Aufklärungsfilm, packend inszeniert.

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Datum:  18.3.2010
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