Die Welt im Jahre 2027 ist alles andere als gastlich: Seit 18 Jahren ist auf dem ganzen Globus kein Kind mehr geboren worden. Alles versinkt in Chaos und Elend, England ist ein Polizeistaat. Die Flüchtlinge, die dennoch in Massen auf die britische Insel strömen, werden in Lager gepfercht. Der Londoner Regierungsangestellte Theo schleppt sich desillusioniert durch seine öden Tage, die er nur mit viel Alkohol erträgt.
Das ändert sich schlagartig, als Theo von seiner Ex-Frau Julian, einer untergetauchten Menschenrechtsaktivistin, um einen "Gefallen" gebeten wird. Er soll einer jungen Flüchtlingsfrau Papiere besorgen, damit sie an einen sicheren Ort reisen kann, denn Kee ist - schwanger! Bald zeigt sich, dass das kein einfaches Unterfangen ist, überall lauern Gefahren, und Theo muss sich als Held und Lebensretter wider Willen beweisen.
"Dies ist kein Science-Fiction-Film, sondern eine Verfolgungsjagd, die eben 2027 spielt", betont Regisseur Alfonso Cuarón ("Harry Potter und der Gefangene von Askaban"). Der Mexikaner und seine Co-Autoren dichteten die Romanvorlage der Autorin P.D. James um und verpassten ihrem Film eine überaus düstere Endzeitstimmung. Mit Clive Owen, Julianne Moore und Michael Caine, der für die raren komischen Momente sorgt, konnte Cuarón drei veritable Stars verpflichten.
Zwar packt der Regisseur von Aufständen über Terrorgruppen, Flüchtlingsströme und Umweltzerstörung ein bisschen zu viel Probleme in den Streifen und wird am Ende auch reichlich pathetisch, doch ist das Ganze so atemberaubend spannend inszeniert, dass man darüber großzügig hinwegsehen kann.
Fazit: Schonungslose, extrem spannende Zukunftsvision.