Das Thema: In seinem viel beachteten Dokumentarfilm "Sex/Life in L.A." porträtierte Jochen Hick 1998 eine Reihe von schwulen Männern, die auf mehr oder weniger kommerzielle Weise mit ihrem Körper arbeiten. Für seinen neuen Film hat er einige Protagonisten von damals noch einmal aufgesucht: etwa den langsam alternden einstigen Shooting-Star Cole Tucker, der im ersten Teil seine Infizierung mit HIV öffentlich gemacht hatte, und Freunde des 1998 an einer Überdosis Heroin gestorbenen Gelegenheitsmodels John Garwood. Er besucht Chi Chi LaRues "Live and Raw Hotel": Die rund um die Uhr von Kameras beobachteten Bewohner, eine Gruppe 19-jähriger Pornodarsteller, hoffen, übers Internet berühmt zu werden. Schließlich ist Hick mit seiner Kamera bei einer ausgelassenen privaten Sexparty zu Gast, bei der zufälligerweise auch Vin Nolan aus dem "Live and Raw Hotel" auftaucht. Spätestens hier wird deutlich, wie fließend die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Sex nicht nur in der Schwulenszene von Los Angeles inzwischen geworden ist. Weitgehend vorbei scheint es zudem mit der unkommerziellen Erfüllung sexueller Träume zu sein, die viele glaubten, in der schwulen Pornoindustrie finden zu können. Auch dort wird - wie viele ernüchternde Statements belegen - längst knallhart kalkuliert.
Fazit: Anhand von berührenden Einzelschicksalen zeichnet Jochen Hicks Dokumentarfilm die jüngste Entwicklung im schwulen Sexgeschäft von Los Angeles nach.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?