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Alpha Dog

Die Story: Der Gangster-Imitator Johnny Truelove ist Anführer einer Gruppe Jugendlicher, die er mit Partys und Rauschmitteln aller Art bei Laune hält. Um einen säumigen Drogengeld-Schuldner zur Räson zu bringen, kidnappt er ohne klares Konzept dessen Halbbruder Zack. Der von seiner Mutter überbehütete 15-Jährige fühlt sich in der Obhut seiner amateurhaften Entführer allerdings ziemlich wohl. Endlich darf er mal alles tun, was Spaß macht. Speziell zu Johnnys Kumpel Frankie entwickelt er eine fast freundschaftliche Beziehung. Doch Zacks Flirt mit dem wilden Leben ist kurz. Zunehmend in die Enge getrieben, trifft Johnny eine folgenschwere Entscheidung ...



Die Schauspieler: In der Rolle des großspurigen, aber im Grunde feigen Gang-Chefs überzeugt Emile Hirsch ("Dogtown Boys"). Den stärksten darstellerischen Eindruck hinterlässt allerdings Popstar Justin Timberlake als personifiziertes schlechtes Gewissen Frankie. Das junge Ensemble wird von arrivierten Schauspielern wie Bruce Willis als Johnnys halbseidener Vater und Sharon Stone als Zacks Mutter effektiv verstärkt.



Der Regisseur: Nick Cassavetes ("Wie ein einziger Tag") greift hier den Fall des erst während der Dreharbeiten gefassten jungen Drogendealers Jesse James Hollywood auf. Als würde er die realen Ereignisse dokumentieren, arbeitet der Regisseur mit gestellten Interviews und weist Menschen, die das Opfer mit seinen Entführern sehen, jeweils eine Zeugennummer zu. Doch solche Stilelemente sind eher irritierend denn erkenntnisfördernd, zumal sie für den Handlungsverlauf nicht immer Bedeutung haben. Seine Stärken entfaltet der Film da, wo er die Welt spaßbesessener, wohlsituierter und gleichzeitig pädagogisch vernachlässigter Vorstadt-Jugendlicher schildert, die sich aus Mangel an eigener Identität an falschen Vorbildern orientieren und denen moralische Maßstäbe weitgehend verloren gegangen sind. Beklemmend, wie in diesem Milieu nach einer Kette unglücklicher Umstände und falscher Entscheidungen eine Tragödie ihren Lauf nimmt.



Fazit: Sehenswertes Dokudrama mit einigen inszenatorischen Schwächen.

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Datum:  22.3.2007
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen