Die Story: Wenn im Kino Albträume tödliche Folgen haben, hat meist Freddy Krueger seine Klingenfinger im Spiel. Vor 26 Jahren erlebte der brandvernarbte Killer, der seine Opfer im Schlaf heimsucht, unter der Regie von Wes Craven seinen ersten Leinwandauftritt. Etliche weitere folgten. In "Freddy vs. Jason" (2003) kreuzte er zuletzt gar mit dem Schlitzer aus der "Freitag, der 13."-Serie die Klingen. Nun metzelt er zum achten Mal - in einer Neuauflage von Cravens 1984er Horror-Klassiker. Nach bewährtem Muster erscheint Freddy einer Gruppe von Jugendlichen in deren Träumen und macht einem nach dem anderen den Garaus. Auch Nancy und Quentin sind bedroht. Verzweifelt darum bemüht, nicht einzupennen, versuchen die beiden herauszufinden, warum es der unheimliche Killer ausgerechnet auf sie abgesehen hat und wie man ihn stoppen könnte.
Die Schauspieler: Unter der Brandnarben-Maske lässt sich noch grob die Physiognomie von Jackie Earle Haley erkennen, der in "Watchmen" den Rorschach mimte. Er übernahm den Filzhut, den rot-grün gestreiften Pulli und den klingenbewehrten Handschuh von Freddy-Dauerdarsteller Robert Englund und verrichtet sein grausiges Handwerk als mörderischer Nachtmahr mit der gleichen Kompromisslosigkeit wie sein Vorgänger. Kyle Gallner, Rooney Mara, Katie Cassidy, Thomas Dekker und Kellan Lutz geben recht attraktives Freddy-Futter ab. So was kann durchaus der Startschuss für eine große Leinwandkarriere sein. Das hat Johnny Depp vorgemacht, dessen Filmfigur in der spektakulärsten Szene des Originals erst von einem Bett eingesogen und dann als Blutfontäne wieder ausgespuckt wurde.
Der Regisseur: Die Filmemacher um Kinodebütant Samuel Bayer halten sich weitgehend an die Vorgaben des Originals. Nicht wenige Szenen haben einen hohen Wiedererkennungswert. Der Look ist allerdings etwas gelackter - was sicher mit an (Co-)Produzent Michael Bay liegt, der bereits dafür sorgte, dass einschlägige Genre-Ware wie "Texas Chainsaw Massacre", "The Amityville Horror" und "Freitag, der 13." für eine neue Zuschauergeneration frisch aufpoliert wurde. Zudem glaubten die Drehbuchschreiber, Freddys Vorgeschichte einer Revision unterziehen zu müssen. Sei's drum. Schwerer wiegt, dass dem neuen "Nightmare" der morbide Charme der Urversion abgeht. Und mitunter schockt das plötzlich einsetzende Getöse von der Tonspur mehr als das damit verbundene Geschehen auf der Leinwand.
Fazit: Wer das Original kennt, dürfte enttäuscht sein.
USA, 95 Min., ab 16 J., UCI (alle),
Cinemaxx Dammtor und Harburg
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Filmtitel:
A Nightmare On Elm Street
Kinos:
UCI (alle), Cinemaxx Dammtor und Harburg
Schauspieler:
Jackie Earle Haley
Filmlaenge:
95 Min
Note:
2/5
Regisseur:
Samuel Bayer
Fazit:
Wer das Original kennt, dürfte enttäuscht sein.