FC St. Pauli vor Aufstieg
Hamburg freut sich auf neue Derbys
Foto: Witters
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Er ist das Symbol für den großen Nachbarn: "Uns Uwe" Seeler ist der mit Abstand größte Fußballer in der Geschichte des HSV. Aber er hat auch immer ein Herz für den FC St. Pauli gezeigt, dem er in seiner aktiven Zeit als Mittelstürmer regelmäßig die Bude vollhaute. Als es dem Kiezklub 2003 dreckig ging, verkaufte das Idol sogar Dauerkarten am Millerntor. Nun ist der 73-Jährige sicher: "St. Pauli steigt auf, ich freue mich schon auf die Derbys."
Uwe hat die jüngste Entwicklung der Kiezkicker mit Freude verfolgt: "Holger Stanislawski hat eine sehr gute Mannschaft, die spielerisch stark ist. Der Fußball ist sehr schön anzusehen." Auch sein einst kongenialer HSV-Partner, Flankengott Charly Dörfel (70), glaubt: "St. Pauli könnte sogar als Erster aufsteigen, packt es so oder so."
Davon sind zwei absolute Intimkenner der 2. Bundesliga ebenfalls überzeugt. Peter Neururer, bis Ende vergangenen Jahres noch Trainer in Duisburg, ist ohnehin als Fan der Braun-Weißen bekannt: "Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass St. Pauli aufsteigt. Weil ich mir sicher war, dass Leute wie Matthias Lehmann, Rouwen Hennings oder Marius Ebbers noch richtig aus sich herauskommen. Ich freue mich, dass ich richtig gelegen habe. Da ist etwas Tolles zusammengewachsen. Es wird längst nicht mehr nur gekämpft, sondern auch hervorragend Fußball gespielt."
In den drei noch ausstehenden Spielen dieses Monats gegen Frankfurt, in Kaiserslautern und gegen Bielefeld traut der 54-Jährige den Hamburgern sogar alle neun Punkte zu. Allerdings gibt er zu bedenken: "Selbst dann ist das Thema Aufstieg nicht durch." Die Gefahr, dann nachzulassen, sei nicht zu unterschätzen.
So sieht es auch Benno Möhlmann, bis vor einigen Wochen noch Coach von Greuther Fürth. Dennoch ist auch der 55-Jährige vom Aufstieg überzeugt: "Ich schätze die Hamburger noch etwas stärker ein als Kaiserslautern. Denn bei ihnen gibt es mittlerweile sehr viel Qualität, Stabilität und Selbstbewusstsein."
St. Pauli in der Bundesliga - alle Experten glauben daran.
So liefen die 14 Hamburger Derbys
Bildergalerie ( 14 Bilder )
So liefen die 14 Hamburger Derbys
Revanche: Im spannenden Rückspiel im Januar 1978 kann sich der HSV die Punkte sichern. Franz Gerber und Rolf Blau treffen für St. Pauli, Ferdinand Keller ist doppelt für den HSV erfolgreich. In der 77. Minute sorgt Felix Magath für den 3:2-Siegtreffer. Das Bild zeigt, wie St. Paulis Keeper Jürgen Rynio (l.) und Abwehrspieler Dietmar Demuth (M.) vor HSV-Stürmer Willi Reimann klären.
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Punkteteilung: Erst 1988 steigt dann das nächste Derby. Hier schirmt HSV-Stürmer Bruno Labbadia (l.) den Ball vor Klaus Ulbricht ab. Die Tore zum 1:1 erzielen Manfred Kaltz (HSV) und St. Paulis Jan Kocian.
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Punkteteilung: Erst 1988 steigt dann das nächste Derby. Hier schirmt HSV-Stürmer Bruno Labbadia (l.) den Ball vor Klaus Ulbricht ab. Die Tore zum 1:1 erzielen Manfred Kaltz (HSV) und St. Paulis Jan Kocian.
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Nullnummer: Im September 1989 gibt es das erste 0:0 im Derby. Immerhin sorgt St. Paulis Keeper Volker Ippig gegen seinen eigenen Mann, Abwehrkante Dieter Schlindwein, für etwas Aufregung.
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Nullnummer, Teil zwei: Das Rückspiel im März 1990 endet leider ebenfalls torlos. Auch HSV-Stürmer Jan Furtok (l., gegen André Trulsen) gelingt kein Treffer.
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Doppelschlag: Am 15. Spieltag der Saison 1990/91 reichen dem HSV zwei Tore in drei Minuten (Thomas von Heesen/56. und Nando/59.) zum 2:0-Sieg. St. Paulis Torwart Klaus Thomforde (l.) und Jan Kocian finden's gar nicht lustig.
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Kantersieg: Der bislang höchste Derby-Sieg gelingt dem HSV am 32. Spieltag im Juni 1991. Die Tore zum 5:0 erzielen Nando (2), Thomas Doll, Jan Furtok und Harald Spörl. Am Saisonende steigt St. Pauli ab.
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Strafstoß: Dieser Elfmeter von Harald Spörl gegen Klaus Thomforde (41. Minute) sichert dem HSV im November 1995 den 1:0-Sieg.
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Abwehrtore: Beim Rückspiel im Mai 1996 stehen zwei Defensivakteure im Vordergrund. St. Paulis Holger Stanislawski erzielte das 1:0 (45. Minute), Stefan Schnoor (Foto) gleicht in der 77. Minute zum 1:1-Endstand aus.
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Unterzahl: Auch in der nächsten Saison spielt Stefan Schnoor eine Hauptrolle im Derby. Bereits nach vier Minuten fliegt der HSVer mit Rot vom Platz. Obwohl später auch noch Sven Kmetsch (Gelb-Rot/60.) vorzeitig duschen gehen muss, gewinnt der HSV durch Treffer von Karsten Bäron, Markus Schopp und André Breitenreiter mit 3:0.
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Last-Minute-Ausgleich: Die St. Pauli-Fans werden das Derby im März 1997 in guter Erinnerung behalten. Nach Toren von André Breitenreiter und Sven Kmetsch (HSV) sowie Nikolai Pisarew steht es 2:1 für den HSV. In der 90. Minute patzt dann HSV-Keeper Richard Golz und St. Paulis Jens Scharping erzielt den Ausgleich zum 2:2. Das Bild zeigt Valdas Ivanauskas (HSV, M.) im Kopfballduell mit Holger Stanislawski (l.) und Bernd Eigner.
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Torfestival: Das bislang torreichste Hamburger Stadtderby gab's im Dezember 2001. Der HSV liegt durch Tore von Erik Meijer, Milan Fukal, Collin Benjamin und Sergej Barbarez (Foto) sowie dem Treffer von Thomas Meggle mit 4:1 vorn. Zwei späte Tore von André Trulsen machen es noch einmal spannend, doch der HSV siegt am Ende mit 4:3.
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Schlusspunkt: Am 19. April 2002 standen sich der HSV und der FC St. Pauli zum bislang letzten Mal in der Bundesliga gegenüber. Bernardo Romeo (2), Martin Groth (Foto) und Nico-Jan Hoogma sorgen für den 4:0-Erfolg des HSV. In der Saison 2010/11 gibt es dann hoffentlich wieder neue Derby-Geschichten zu erzählen.
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Premiere: Nach dem Aufstieg des FC St. Pauli kommt es am 6. Spieltag der Saison 1977/1978 zum ersten Hamburger Bundesliga-Derby. Sensationell verliert der Europapokalsieger HSV um Kevin Keegan (r., gegen Walter Oswald) gegen den Neuling mit 0:2 (Tore durch Franz Gerber und Wolfgang Kulka). Bis heute der einzige Bundesliga-Sieg der Kiez-Kicker über den Stadtrivalen.
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