Als ihn die MOPO zu "Jung von Matt" auf die Südtribüne führte, war St. Paulis Charles Takyi begeistert: "Das haben die super gemacht." Kein Wunder, dass die Loge der Hamburger Werbeagentur dem gläubigen Christen gefiel: Sie ist wie eine Kirche eingerichtet - mit Altar, Gebetsstuhl und Ikonen.
"Der Glaube", erzählt der gebürtige Ghanaer, "gibt mir Kraft - auch für den Fußball. Als ich ein kleiner Junge war, haben mir meine Eltern erzählt, dass es nichts gibt, was Gott nicht machen kann. Das ist für mich das Motto meines Lebens geworden."
Deshalb geht der 25-jährige Mittelfeldspieler so oft es geht am Sonntag in die Kirche, genauer gesagt in die "Pentecost Church" in Jenfeld: "Da wir oft sonntags spielen, kann ich leider nicht regelmäßig hingehen. Wenn wir sonntags trainieren, gibt mir unser Trainer Holger Stanislawski auch mal frei. Dafür bin ich ihm sehr dankbar."
Gebetet wird jeden Tag. Im Prinzip überall. In den eigenen vier Wänden. Oder auch in der Kabine vor dem Anpfiff. Takyi: "Meine Mitspieler akzeptieren das." Allerdings solle man sich das nicht so vorstellen, dass er auf die Knie fallen und seine Hände falten würde: "Entscheidend ist allein, dass man in sich geht."
Wenn St. Paulis Publikumsliebling zu Gott spricht, dann geht es um simple Dinge. "Charly": "Ich bete für die Gesundheit meiner Familie und für meine." Die sei ja auch Voraussetzung dafür, dass er seine sportlichen Ziele erreichen kann.
Zwei ganz große treiben ihn an. Da ist zum einen der Aufstieg: "Allerdings machen wir uns selbst überhaupt keinen Druck. Wenn wir das nach 34 Spieltagen tatsächlich geschafft haben sollten, dann sind wir auch reif für die Bundesliga." Zum anderen hofft Charles auf die WM-Teilnahme in Südafrika, wo er dann mit Ghana in der Vorrunde auf Deutschland treffen würde: "Vielleicht besteht noch eine Chance. Solange der Zug nicht abgefahren ist, versuche ich draufzuspringen." Ob's mit Aufstieg und WM klappt, entscheidet für Takyi einer allein: "Alles liegt in Gottes Hand."
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?