Das Spiel heute gegen 1860 München (20.15 Uhr, live im DSF) - nach vier Unentschieden und einer Niederlage soll es endlich mit St. Paulis ersten Sieg in diesem Jahr klappen. Dafür will vor allem Fabio Morena sorgen. Der Leitwolf macht mobil zur Jagd auf die "Löwen"!
Trainer, Mitspieler und Zuschauer sollen einen anderen Kapitän als zuletzt erleben. Grund ist das unfassbare 3:4 in Offenbach und die Kritik von Teamchef Holger Stanislawski ("Keiner hat das Kommando geführt, keiner hat die Mannschaft mitgerissen"). Fabio: "Ich werde jetzt vermehrt Zeichen setzen." Und das mit prominentem Vorbild: "Einiges schaut man sich schon von Leuten wie Stefan Effenberg oder Oliver Kahn ab." Was er meint, ist dies: "Wenn ein Spiel aus dem Ruder läuft, dann treten Typen wie die schon mal einen Gegner über die Bande. Oder attackieren einen Mitspieler - das alles nur für einen Hallo-wach-Effekt."
Der bislang so nette Herr Morena ein Rambo? Fabio augenzwinkernd: "Ich werde ja nicht gleich meinen Charakter komplett ändern. Aber der Überraschungseffekt wird groß sein, wenn ich jemandem ins Ohr beiße ..."
Stanislawski hört derlei Entschlossenheit gern. Er verbreitet trotz Sieglos-Serie und der Ausfälle von Thomas Meggle, Alex Ludwig, Fabian Boll und Ralph Gunesch Optimismus: "Wir haben auch in den letzten Spielen gute Leistungen gezeigt, uns nur nicht dafür belohnt. Das hat schon fast was von Selbstbestrafung."
Dann redet Stanislawski seine Jungs mit einem Zahlenspiel stark: "Gegen Fürth hatten wir 62 Prozent Ballbesitz, ein Chancenverhältnis von 15:3. Was unser 1:1 gegen die wert ist, hat man jetzt bei Fürths 5:2 in Aachen gesehen. Da haben die gespielt wie ein Bundesliga-Aufsteiger." Viele Tore erwartet der Teamchef heute nicht: "Weil beide Mannschaften kompakt stehen." Macht nichts, Stani! Auch für ein 1:0 gibt's ja drei Punkte. Die würden dafür sorgen, dass St. Pauli sieben Zähler Abstand auf einen Abstiegsplatz hat.
So will St. Pauli spielen: Borger - Rothenbach, Eger (Petersen), Morena, Biermann - Schultz, Takyi, Trojan, Brunnemann (Bruns) - Schnitzler, Braun
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?