Seit sechs Jahren sind Jaki Liebezeit und Burnt Friedman nun schon auf ihrer Tour durch ein geheimnisvolles musikalisches Niemandsland. "Secret Rhythms 3" steht mittlerweile über dem Langzeitprojekt des einstigen Schlagzeugers der legendären Krautrock-Formation Can und des Mischpult-Meisters, doch von einem Ziel scheinen die beiden Klangtüftler immer noch weit entfernt. Ihr Ziel ist der Weg - und so ist auch der Auftritt in der Fabrik bestenfalls eine Zwischenstation auf ihrer Wanderung durch Stile und Zeitströmungen.
Kaum einen Blick wechseln die beiden Kölner. Der Rhythmus genügt ihnen, sie ticken so ähnlich, dass der eine auf den kleinsten Impuls des anderen reagiert. Mit der Präzision eines Uhrwerks bewegen sich die Handgelenke Liebezeits: Sanfte, tranceartige Trommelfiguren verdichten sich auf seinem Schlagzeug zu melodischen Aussagen, in die sich die elektronisch-perkussiven Klangteppiche Friedmans kaum wahrnehmbar einfügen. Ein Rhythmustraum, in den sich viele der Besucher mit geschlossenen Augen hineinwiegen.
Längst hat das ungewöhnliche Duo die Konventionen von Jazz und Rock hinter sich gelassen und ist in rhythmische Tiefen voll klanglicher Komplexität vorgedrungen. Denn so exakt und minimalistisch der 70-Jährige Can-Veteran das Fell auch schlägt, so vielschichtig ist doch die Rhythmik, so selten sind die Taktarten. Und sein eine Generation jüngerer Bruder im Geiste dreht und drückt an den Knöpfen und fügt pointierte Tiefbasslinien hinzu. Wo das Heute längst gestern ist, könnte so das Morgen klingen.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?