Ein Tor gelang dem Brasilianer nicht, das 1:1 (1:1) gegen Wuppertal II ist für den KFC ein Rückschlag im Aufstiegskampf. "Auf diesem katastrophalen Platz war es schwer, Tore zu schießen. Aber ich bin froh, nach meiner langen Pause wieder Fußball zu spielen", kommentierte der "Kugelblitz" sein Debüt.
Unter lauten "Ailton, oho, Ailton oho"-Rufen begab sich der 36-Jährige kurz nach der Pause zum Aufwärmen. Zwölf Minuten später trabte der Torjäger zur Bank und entledigte sich seinen Trainingsanzug.
Um 20.49 Uhr war es so weit: mit der Rückennummer 10 betrat Ailton unter stehenden Ovationen das Spielfeld. Das erste Laufduell gegen den Gäste-Torwart bejubelten die 3525 Fans frenetisch. Viele von ihnen waren erst im Laufe der ersten Hälfte eingetroffen, weil der KFC nicht mit dem enormen Andrang gerechnet und zu wenig Tickets gedruckt hatte.
Ailtons erste gefährliche Aktion erinnerte an seine alte Klasse, doch sein irrer Außenrist-Schlenzer landete auf dem Tornetz. Sieben Minuten vor dem Ende hatte Ailton seine dickste Chance. In unnachahmlicher Art drehte er sich im Strafraum um seine eigene Achse und zog ab, aber der Ball flog knapp am Winkel vorbei. "Da fehlten nur ein paar Zentimeter, das wäre der absolute Knaller gewesen", ärgerte sich KFC-Teamchef Wolfgang Maes.
Ailton war dennoch zufrieden. "Die Atmosphäre war schön. Fast 4000 Fans bei einem Sechstliga-Spiel, das ist super. Wenn der Platz im besseren Zustand ist, werde ich auch treffen", versprach der neue KFC-Star.