Mann, ist der lang! Hamburgs Wähler müssen bei der Europawahl am 7. Juni mit einem knapp einen Meter langen Stimmzettel kämpfen. Die MOPO nennt die wichtigsten Fakten zur Europawahl:
Wie viele Parteien treten an? In Hamburg insgesamt 31, so viele wie noch nie. 17 versuchten bereits vor fünf Jahren ihr Glück, 14 weitere treten zum ersten Mal an. Die bisherige Höchstzahl stammt von 1994 und lag bei 24 Parteien.
Ab wann kann gewählt werden? In Hamburg ab sofort - per Briefwahl. Jeder Wahlberechtigte kann ohne Angabe von Gründen diesen Weg der Stimmabgabe bei einer der 20 Wahldienststellen (angegliedert an die Bezirksämter) in Hamburg beantragen. Die eigentliche Abstimmung ist dann am Sonntag, 7. Juni. Jeder Wahlberechtigte kann mit seiner Stimme nur eine Partei wählen.
Wie viele Menschen dürfen wählen? Europaweit werden 375 Millionen Menschen in 27 Ländern wählen, in Hamburg gibt es 1,3 Millionen Wahlberechtigte.
Warum sollte man zur Europawahl gehen? Die Bundesbürger nehmen die Europawahl weniger wichtig als beispielsweise Bundestagswahlen. In Hamburg findet die Europapolitik besonders wenig Beachtung. Vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung in der Stadt bei 34,9 Prozent - Negativrekord! Dabei fallen in Europa immer wichtigere Entscheidungen. Maßgebliche Vorgaben für Hamburgs Hafen werden in Brüssel gemacht. Dazu kümmert sich die EU beispielsweise um die Begrenzung des CO2-Ausstoßes, die Sicherheit von Kinderspielzeug oder die Einführung eines zentralen Waffenregisters.
Wann beginnt der Wahlkampf? Der Wahlkampf läuft noch schleppend, obwohl alle Parteien ihre Spitzenkandidaten aufgestellt haben. Am stärksten engagiert ist momentan die SPD.