Gestern Vormittag um 10.02 Uhr war es so weit. Mladen Petric ist zurück. Gut sechs Wochen nach seiner schweren Verletzung im Berlin-Spiel (Riss der Peroneussehne) hat der Angreifer die Arbeit mit dem Ball auf dem Trainingsplatz aufgenommen. "Es ist ein schönes Gefühl, wieder am Ball zu sein", strahlte der 28-jährige Kroate, der in dieser Saison schon neun Tore für den HSV erzielte.
Rund eine Stunde arbeitete Petric zusammen mit HSV-Fitmacher Markus Günther auf dem Platz. Ob bei Stabilisationsübungen, einigen Läufen oder ein paar Spielchen mit dem Ball - alles verlief ohne Probleme. Zur Krönung der Einheit ließ es sich der Stürmer nicht nehmen, den Ball auch gleich wieder ins Tor zu schießen - inklusive überglücklichen Jubels. Der Spaß ist mit Petric zurück. Und mit seinem Comeback auf dem Trainingsplatz gleichzeitig die Hoffnung, dass er doch noch in diesem Jahr wieder für den HSV in einem Pflichtspiel gegen den Ball treten wird.
"Man merkt die Fortschritte der letzten Wochen, aber man merkt auch, dass ich eine lange Pause hatte. Es fehlt noch die Kraft, bestimmte Muskel müssen wieder aufgebaut werden", sagt Petric. Über den Zeitpunkt eines möglichen Comebacks will er nicht spekulieren. "Ich mache mir jetzt keinen unnötigen Druck, will erst zu 100 Prozent sichergehen, dass ich so weit bin, bevor ich zurückkehre", meint er. Gestern hat er einen großen Schritt gemacht. Weitere sollen in den nächsten Tagen folgen.