Die Storys: Josh und Adam (Ricky Champ, Gareth Llewelyn) sind mit dem Ziel nach Thailand gereist, sich auf Strand-Raves auszutoben und Frauen aufzureißen. Während ihres Urlaubs lernen sie sich besser kennen, als ihrer Freundschaft gut tut. Der Ire Liam (Chris O'Dowd) blickt Vatersorgen entgegen, will sich seiner Verantwortung nicht stellen und lenkt sich lieber mit einem Trip durch das "echte" Indien ab. Die in einer Beziehungskrise steckende Marion (Eva Löbau) sucht in einem Aschram nach sich selbst, verharrt aber ganz verspannt im Hier und Jetzt. Und Svenja (Svenja Steinfelder) sitzt in Bangkok fest und versucht, einen Flug klarzumachen.
Die Darsteller betonen durch ihr bewusst laienhaftes Spiel das Flair des Dokumentarischen, das die vier Episoden umgibt.
Die Regisseurin und Co-Autorin: Mit Rucksackreisen in ferne Länder verbindet man oft einen Hauch von Freiheit und Abenteuer. Davon ist im Kinodebüt von Sonja Heiss wenig zu spüren. Ihre Protagonisten können sich von dem Sorgengepäck, das sie aus der Heimat mitgeschleppt haben, nicht so einfach befreien. Zudem machen ihnen interkulturelle und kommunikative Missverständnisse das Urlaubsleben schwer. Trotzdem ertrinkt der Film keineswegs in Melancholie. Hinter den von der Regisseurin präzise beobachteten Momenten des Scheiterns lauert oft die Komik - etwa wenn sich Liam von seinem Kamelführer sagen lassen muss, er habe sich wohl Mäusekot statt Haschisch andrehen lassen. Und ganz besonders bei Sonjas meist ins Absurde abdriftenden Telefonaten mit einem thailändischen Reisebüroangestellten, der des Englischen kaum mächtig ist.