Die Story: In der kalifornischen Kleinstadt Hillside ist der amerikanische Traum nur noch eine Farce: Männer und Frauen, Eltern und Kinder leben nebeneinander her, alle scheinen irgendwie unter Drogen zu stehen. Und tatsächlich: Als sich Deans einziger Freund Troy das Leben nimmt, beginnen die Fassaden zu bröckeln - Troy war der führende Drogendealer der Stadt. Um an dessen Vorräte zu kommen, wollen Deans Mitschüler seinen kleinen Bruder Charlie entführen. Doch sie erwischen den falschen Charlie: den Sohn des Gemeindepolizisten ...
Die Schauspieler: Mit präzisen Gesten verkörpern Jamie Bell ("Billy Elliot") und Justin Chatwin die desillusionierten Jugendlichen. Ebenso überzeugend agieren William Fichtner, Glenn Close, Ralph Fiennes und Carrie-Anne Moss in den Rollen der Erwachsenen, die sich längst aus der Verantwortung für ihre Kinder gestohlen haben.
Der Regisseur: Billy Wilder soll als Erster das Talent von Arie Posen erkannt haben - und angeblich hat er ihn auch der renommierten Filmschule der USC in Los Angeles empfohlen. Mit dieser bitterbösen Satire auf das Leben in den amerikanischen Vorstädten legt Posen jetzt ein bemerkenswertes Regie-Debüt hin. Abgestumpft und zugedröhnt lässt er die Erwachsenen neben ihren abgeklärten Teenager-Kindern herleben. Mit gezielten Pointen und einem guten Auge fürs Detail zeichnet er ein schwarzes Bild hinter der reinweißen Vorstadt-Fassade.