Millionenspiel Elbphilharmonie - wer hat noch keine Anstecknadel, wer will noch mal ein paar Euro (oder gern auch gleich ein paar tausend Euro) geben? Wenns um Hamburgs Prestigeobjekt geht, kennt offenbar nicht nur die Spendenbereitschaft, sondern auch die Fantasie der Geldbeschaffer keine Grenzen: 62,45 Millionen Euro beträgt der aktuelle Spenden-Zwischenstand, den Wibke Kähler gestern stolz verkündete.
Und damits noch viel mehr wird, bemühen sich die Geschäftsführerin der Stiftung Elbphilharmonie und ihre Werbestrategen ständig um neue Kooperationspartner: So startet ab sofort eine Bäckerei einen Sondertortenverkauf, ein Kaffeehersteller hat seinen Verpackungen einen Elbphilharmonie-Info-Aufkleber verpasst, eine Buchhandlungskette vertreibt in ihren Filialen die Anstecknadeln.
Und auch die Plakat-Kampagne "Hamburg baut ein Wahrzeichen" geht mit neuen Motiven in die nächste Runde, zudem kann - wer Kohle hat - sein Konterfei demnächst bei Ebay in eben diese Werbekampagne reinsteigern.
Noch einfacher verewigen lässt es sich mit einer kleinen Millionengabe: Dafür wird dann ein Raum oder Foyer in der fertigen Elbphilharmonie nach dem Spender benannt. Die Namensrechte für die Konzertsäle indes sollen laut Kultursenatorin Karin von Welck nicht verkauft werden - aber vielleicht ist auch das in diesem Millionenspiel nur eine Frage des Geldes.