Die Hoffnung wächst. Das erste Alstereisvergnügen seit 13 Jahren rückt näher. "Es gibt gewisse Chancen, dass es am letzten Januarwochenende stattfinden könnte", sagte Volker Dumann, Sprecher der Umweltbehörde. Gestern war die Behörde mit Bohrer und Messinstrumenten unterwegs, prüfte die Eisdicke. Ergebnis: 12 bis 14 Zentimeter im Schnitt. 20 sind nötig. Geduld ist gefragt - und das Wetter muss mitspielen.
Hamburg bibbert - und die Alster friert weiter zu. An einigen Stellen messe das Eis bereits 20 Zentimeter, sagte Wilhelm Mähl von der Gewässerschutz-Abteilung der Umweltbehörde. An anderen Stellen sei es aber noch wesentlich dünner. Die Umweltbehörde prüft an insgesamt 50 Punkten. Bedingung für das Alster-Volksfest: 20 Zentimeter dickes Klareis an jeder dieser Messstellen. Dafür braucht es eine Woche lang nächtliche Temperaturen um minus zehn Grad. Der Deutsche Wetterdienst schätzt die Wahrscheinlichkeit auf 20 Prozent.
Die Vorfreude ist gigantisch. Rund 100 Budenbetreiber haben schon bei der Behörde angefragt. "Es sind sogar Leute aus Süddeutschland, den Niederlanden und Dänemark dabei", so Dumann. Kein Wunder, kostet ein Stand laut Behörde nur 15 Euro pro Quadratmeter und Tag. Wer Getränke ausschenken will, muss 40 Euro pro Tag draufsatteln. Ein Lageplan für die Buden steht. Maximale Anzahl: 150. Bedingungen: Glühweinkessel müssen in bestimmtem Abstand zum Eis aufgestellt, Kabel müssen ummantelt werden. Es darf auch keine rhythmisch betonte Musik gespielt werden. Sonst bricht das Eis.
Ab kommender Woche wird täglich gemessen. Bei aller Euphorie: Noch besteht bei Betreten der Alster Lebensgefahr.
Der Wetterdienst schätzt die Wahrscheinlichkeit auf 20 Prozent