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DULSBERG

Kleine Sabrina - du hattest so ein Glück!

Sie kann es nicht fassen. Christine Voth (37) steht auf dem Gehweg der Straßburger Straße und starrt auf den tonnenschweren Laster, unter dem das Fahrrad ihrer kleinen Tochter liegt. Ein Bild aus den Albträumen aller Eltern. Christine Voth aber verspürt nur grenzenlose Erleichterung. Obwohl Sabrina (9) von dem Brummi erfasst wurde, ist sie fast unverletzt. "Ich bin so glücklich. Meine Kleine hatte einen Schutzengel", sagt die Mutter mit Tränen in den Augen.



Das Wunder von Dulsberg ereignet sich am Montagabend um kurz nach 19 Uhr: Wie schon etliche Male zuvor fährt Sabrina nach dem Besuch bei ihrer Großmutter mit dem Fahrrad zurück nach Hause. Sie stoppt auf dem Radweg der Straßburger Straße. Als die Ampel auf Grün umspringt, fährt das Mädchen los. Genau in diesem Moment biegt der Fahrer einer schweren Zugmaschine von der Nordschleswiger Straße ab. Er übersieht das Kind einfach.



"Ich habe den Laster noch gesehen und mich fürchterlich erschrocken. Aber es war schon zu spät zum Bremsen", sagt das Opfer. Die Neunjährige kracht mit voller Wucht gegen das Fahrzeug, das Fahrrad rutscht unter die Reifen. "Ich dachte nur, dass ich ganz schnell weglaufen muss und bin auf den Gehweg gerannt", berichtet die Schülerin. Dort bricht das Mädchen schluchzend zusammen.



Christine Voth, deren Haus nur wenige Meter entfernt liegt, hört die Schreie ihres Kindes und läuft sofort barfuß auf die Straße: "Ich war schockiert und erleichtert zugleich. Es hätte so viel passieren können!"



Sabrina wird noch an der Unfallstelle von Sanitätern behandelt. Doch sie hat lediglich Schrammen. Zur Beobachtung wird das Opfer mit einem Rettungswagen ins Kinderkrankenhaus Wilhelmstift gebracht. Aber auch die Ärzte dort können keine Verletzungen feststellen. Heute Nachmittag darf das Mädchen wieder nach Hause.



Die Polizei appelliert an Lasterfahrer, besonders vorsichtig zu fahren. "Gerade beim Abbiegen werden Radfahrer sehr leicht übersehen. Und meistens gehen die Unfälle nicht so glimpflich aus, sondern enden mit Verletzten oder sogar Toten", sagt ein Polizeisprecher.

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Datum:  12.7.2006
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Thomas Hirschbiegel

Aufschriften auf Firmenwagen sind immer wieder ein ergötzliches Thema. Jetzt stand ich am Eimsbütteler Markt hinter einem Transporter, auf dem stand: „Vor Ihnen fahren die Maler mit Freude am Beruf.“