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Größter Kokainfund aller Zeiten

Hamburger Polizei stellt 1,3 Tonnen Kokain sicher

Foto: dpa

Den bislang größten Kokainfund in Deutschland haben Drogenfahnder im Hamburger Hafen gemacht. In einer Ladung Holbriketts aus Paraguay entdeckten sie am Montag die Rekordmenge von 1,3 Tonnen des Rauschgiftes im Wert von rund 40 Millionen Euro. Sieben mutmaßliche Mitglieder eines Rauschgifthändlerrings seien festgenommen worden, gegen sechs sei Haftbefehl ergangen, sagte Thomas Menzel vom Hamburger Landeskriminalamt. Unmittelbar nach der Entdeckung des Rauschgiftes wurden 19 Objekte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Schon monatelange Ermittlungen gegen Tätergruppe



Ins Visier der Fahnder war der Drogenhändlerring schon im November 2009 gekommen. Damals stellten die Beamten drei Kilogramm Kokain in der Hansestadt sicher und bekamen erste Hinweise auf die Gruppe. Als Kopf der Drogenhändler gilt ein 31-jähriger, in der Türkei geborener Hamburger. Ihm sollen sechs weitere Männer - darunter ein 35-Jähriger aus Paraguay - geholfen haben. „Die Täter haben sehr viel Geld gesammelt und es kristallisierte sich heraus, dass sie eine größere Menge Kokain nach Hamburg bringen wollten“, sagte Menzel, der die Abteilung Organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt leitet. Kokain in Kartons mit Holzpellets verborgen



In der Folge schickten die Rauschgifthändler insgesamt sechs Tarnladungen mit Holzbriketts in Containern, in denen sich aber keine Drogen befanden. Sowohl Fahnder wie auch Rauschgifthändler hätten wie elektrisiert auf die Ladung gewartet. Als am Montag wieder ein Container mit Holzpellets aus Paraguay im Hamburger Hafen ankam, wurden die Fahnder fündig. In unscheinbaren Kartons und verborgen in den Briketts entdeckten sie insgesamt 1244 Pakete mit hochreinem, unverschnittenem Kokain. „Die Holzbriketts waren in der Mitte aufgesägt, das Kokain wurde eingebracht und anschließend wurden die Briketts mit Heißkleber verschlossen“, berichteten die Fahnder. Drogen rund 40 Millionen Euro wert



„Ein Sechser mit Zusatzzahl würde vermutlich nicht reichen, um das zu bezahlen“, sagte Menzel zum Wert der Drogen. Bei einem angenommenen Preis von 30 000 Euro pro Kilogramm beläuft sich der Verkaufswert der sichergestellten Menge nach Angaben der Polizei auf knapp 40 Millionen Euro. Ihre Geschäfte bereiteten die Rauschgifthändler nach Menzels Angaben im großen Stil vor. So wurden bei einem Festgenommenen in Hamburg-Hamm 450 000 Euro Bargeld sichergestellt, auch eine Geldzählmaschine entdeckten die Beamten. Außerdem stießen sie bei ihren Durchsuchungen auf Schreckschusswaffen und ein gutes Dutzend neuer Rollkoffer, mit denen das Kokain offenbar weitergeschickt werden sollte. Ein Teil des Rauschgiftes war nach Erkennissen des Landeskriminalamtes für die Niederlande bestimmt. Fahnder schoss sich bei Festnahme ins Bein



Unterdessen bestätigte Menzel, dass auch ein Zwischenfall, bei dem sich ein Polizist am Montag selbst ins Bein geschossen hatte, im Zusammenhang mit der Aktion gegen die Gruppe stand. Der Schuss löste sich, als ein 40-jähriger Kommissar an der Maxstraße, unweit des Puffs "Maxi Club", einen Audi A3 stoppte, in dem ein 31-jähriger Fahrer saß - ein mutmaßliches Mitglied des Drogenhändlerrings.

Die größten Kokainfunde Deutschlands

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Kokain in Hamburg sichergestellt

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Datum:  13.4.2010
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