Große Filmstudios gibt es in Hamburg nicht. Die braucht man auch nicht - die Stadt an sich ist Kulisse genug. Im Jahr 2007 entstanden mehr als 60 Produktionen in der Hansestadt. Schon lange ist Hamburg bei den Filmschaffenden in aller Welt beliebt. Wo bei uns in der Stadt bekannte Filme gedreht wurden, darüber ist nun ein spannendes Buch erschienen.
Die Journalisten Markus Münch und Simone Utler haben sich dafür durch Film- und Fotoarchive gewühlt - und die Ergebnisse in "Drehort Hamburg. Wo berühmte Filme entstanden" zusammengefasst. 30 Drehorte und die dazugehörigen Anekdoten stellen sie vor, von Sagebiels Fährhaus in Blankenese (hier drehte man 1944 Szenen für "Große Freiheit Nr. 7") bis zum See in Planten un Blomen, auf dem 2007 die Darsteller der Komödie "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" tanzten.
Zur Kulisse für einen internationalen Kassen-Knüller wurde Hamburg auch im Jahr 1997. Die Crew von "James Bond - der Morgen stirbt nie" rückte samt Hauptdarsteller Pierce Brosnan an. Warum ausgerechnet Hamburg? Ganz einfach. "Hamburg hatte die beste Parkhaus-Fassade in der Innenstadt", erfahren die Leser des Buches. In dem Streifen brettert Agent 007 unter anderem vom Dach des Atlantic in ein Schaufenster. Auch "Fluch der Karibik"-Star Keira Knightley stand schon mal in Hamburg vor der Kamera. 2002 drehte sie "Kick it like Beckham". Zur Kulisse der britischen Fußball-Komödie wurden unter anderem der Rathausmarkt und der Bunker an der Feldstraße.