Die Story: Der neunjährige Max ist ein Wildfang ersten Ranges. Er tobt gern rum, und mitunter kann er seine Wut nicht im Zaum halten. Allerdings schlummert in ihm auch eine empfindsame Seele, die sich oft allein gelassen fühlt. Nach einem Streit mit seiner Mutter reißt er aus und landet mit seinem Wolfskostüm in einer Fantasiewelt, wo die wilden Kerle wohnen. Die monströsen Kreaturen wollen Max erst fressen, akzeptieren ihn aber schließlich als König - in der Hoffnung, er könne die Traurigkeit fernhalten. Zunächst tollt Max mit seinen Untertanen ausgelassen herum, doch bald treten die ersten Probleme auf ...
Die Schauspieler: Dem jungen Hauptdarsteller Max Records gelingt es, die mitunter widersprüchlichen Gefühle des kleinen Tunichtguts zu transportieren. In der Rahmenhandlung ist Catherine Keener ("Capote") als Max' gutmütige, aber überforderte alleinerziehende Mutter zu sehen. Von ganz eigenem Reiz sind die bis zu drei Meter großen Titelfiguren, hinter denen Menschen in Riesenkostümen stecken und bei deren Mimik unmerklich digital nachgeholfen wurde. Sie wirken furchteinflößend und liebenswert zugleich. Dagegen sind die hellbraungetönte Optik der Wilde-Kerle-Welt selbst und die leicht grießeligen Wackelbilder der häufig eingesetzten Handkamera allerdings reichlich gewöhnungsbedürftig.
Der Regisseur und Co-Autor: Als Vorlage für das dritte Kinowerk von Spike Jonze ("Being John Malkovich", "Adaption") diente Maurice Sendaks 1963 veröffentlichter gleichnamiger Kinderbuchklassiker. Aber wie macht man aus einem dünnen, hauptsächlich aus Illustrationen bestehenden Buch, das nur wenige Zeilen Text enthält, einen abendfüllenden Film? Nun, Jonze setzt auf viel Action und deutet zusammen mit seinem Co-Autor Dave Eggers die Monster psychologisch ein wenig aus. Nicht zuletzt, weil Max in denen vieles von sich selbst wiederfindet, beginnt er sich Gedanken über sein eigenes Verhalten zu machen.