Die Story: Als Achtjährige wird Hildegard (1098-1171) von Bermersheim von ihren adligen Eltern ins Benediktinerkloster Disibodenberg gebracht. Der strenge Abt Kuno gibt die "Braut Christi" in die Obhut Jutta von Sponheims, die die musikalische Begabung der Novizin fördert. 23 Jahre später übernimmt Hildegard die Leitung der Frauenabteilung des Klosters. In dieser Funktion propagiert sie ihre eigene Vorstellung von Gottverehrung, die jegliche Form der Selbstkasteiung ausschließt, und lehrt ihre Mitschwestern die Heilkräfte der Natur. Schließlich bekommt sie von Papst Eugen III. sogar die Erlaubnis, ihre religiösen Visionen niederzuschreiben, die sie seit frühester Kindheit überkommen. 1150 führt ihr Kampf um einen eigenen Weg innerhalb der katholischen Glaubensgemeinschaft zur Gründung des Frauenklosters Rupertsberg nahe Bingen.
Die Schauspieler: Barbara Sukowa spielt die Mystikerin des Mittelalters als Frau mit nur allzu menschlichen Gefühlen. Die finden sich besonders stark ausgeprägt in Hildegards enger freundschaftlicher Beziehung zur viel jüngeren Richardis von Stade (famos: Hannah Herzsprung). Als Richardis ein eigenes Kloster übernehmen soll, fällt ihrer Mentorin das Loslassen mehr als schwer.
Die Autorin und Regisseurin: Margarethe von Trotta ("Rosa Luxemburg", "Rosenstraße") hatte schon immer eine Schwäche für starke Frauenfiguren. So verwundert es kaum, dass sie Hildegard von Bingen vor allem als emanzipierte Persönlichkeit zeigt, die sich in einem männerdominierten Umfeld zu behaupten weiß. Allerdings wird sie auch deren Wirken als Äbtissin, Visionärin, Naturheilkundlerin und Komponistin geistlicher Lieder gerecht. Dazu geben atmosphärische Bilder interessante Einblicke in das klösterliche Leben im Mittelalter. Dass dennoch mitunter Langeweile aufkommt, liegt an von Trottas einfallsarmer Regieführung, die den Verlauf fast jeder Szene zu einem vorhersehbaren Ereignis macht.
Fazit: Solides Porträt einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?