Die Story: Im Kopenhagen des Jahres 1944 liquidieren Flame und Citron kaltblütig Landsleute, die mit den deutschen Besatzern kollaborieren. Ausgerechnet als sie erstmals auch hochrangige Nazis töten sollen, kommen bei den Widerständlern Zweifel an ihrem Tun auf. Benutzt sie ihr Auftraggeber womöglich nur als Erfüllungsgehilfen für seine eigenen Interessen? Diesen Verdacht nährt unter anderem die schöne Ketty, die mit Flame anbändelt. Doch auch bei der Geheimagentin ist nicht ganz klar, auf welcher Seite sie eigentlich steht. Flame und Citron beschließen, auf eigene Fast zu handeln ...
Die Schauspieler: Thure Lindhardt glaubt man die Entschlossenheit, mit der Flame zu Werke geht, ebenso wie die Zweifel, die ihn später befallen. Nicht minder famos der Auftritt von Mads Mikkelsen: Dank seines intensiven Spiels werden die psychischen Verheerungen erfahrbar, die der mörderische "Job" bei Citron anrichtet.
Der Co-Autor und Regisseur: Das Drama von Ole Christian Madsen ("Kira") über die realen dänischen Volkshelden hat vieles mit Paul Verhoevens "Black Book" gemein: den kritischen Blick auf die Widerstandsbewegung im eigenen Land, das Verschwimmen der Grenzen zwischen Gut und Böse und nicht zuletzt eine spannende und wendungsreiche Story. Die erzählt Madsen mitunter allerdings etwas weitschweifig. Im Kern geht es darum, wem das Duo unter den gegebenen Bedingungen überhaupt trauen kann. Daneben wirft der Film aber noch andere Fragen auf, über die das Nachdenken lohnt - etwa, ob im Dienste einer gerechten Sache der Zweck jedes Mittel heiligt.
Fazit: Ein sehenswerter, vielschichtiger Film über das Handeln in einer moralischen Grauzone.