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DRAMA

Slumdog Millionär

Die Story: Wie kann es sein, dass ein ungebildeter indischer Straßenjunge bei "Wer wird Millionär?" alle Fragen richtig beantwortet? Bevor der 18-jährige Jamal den Jackpot knackt, wird die Show unterbrochen. Der Moderator hält ihn für einen Betrüger und lässt ihn gnadenlos von der Polizei verhören. Es stellt sich heraus, dass jede Quizfrage etwas mit der Lebensgeschichte des Jungen zu tun hatte: Jamal erzählt, wie seine Mutter vor seinen Augen ermordet wurde; wie er mit seinem Bruder vor einem skrupellosen Kinderhändler floh; wie er sich in das Waisenmädchen Latika verliebte - und wie er mit Hilfe der Sendung seine große Liebe wiederfinden möchte ...



Die Schauspieler: Dev Patel, zuvor lediglich in der britischen TV-Serie "Skins" aufgefallen, hat die nötige naive und verletzliche Ausstrahlung für das gutherzige Unschuldslamm Jamal. Freida Pinto, einst Model und Moderatorin in Indien, macht in ihrer ersten Spielfilm-Hauptrolle als liebreizende Latika eine perfekte Figur. Auch die jeweiligen Kinderdarsteller sind großartig ausgewählt und geführt. Daneben glänzen vor allem zwei indische Filmstars: Anil Kapoor als fieser, öliger Quizmoderator und Irrfan Khan als brutaler Polizeiinspektor.



Der Regisseur: Von der Macht des Geldes und der Kraft der Liebe erzählt Danny Boyle ("28 Days Later") in diesem bezaubernden Film, den er zum Teil ohne Genehmigung in den Slums von Mumbai gedreht hat. Das clevere Drehbuch von Simon Beaufoy ("Ganz oder gar nicht") basiert auf Vikas Swarups Bestseller "Rupien! Rupien!" und sorgt mit seiner raffinierten Rückblenden-Struktur für Spannung von A bis Z. Die moderne Oliver-Twist-Geschichte inspirierte Boyle zu einem wahren Feuerwerk visueller Ideen: Brodelnd vor Energie und angetrieben von einem mitreißenden Soundtrack, zieht der meisterhaft geschnittene Film den Zuschauer hinein in einen atemberaubenden Strudel aus Farben und Klängen. Bei der Darstellung von Armut und Gewalt ist Boyle keineswegs zimperlich. Doch trotz herzzerreißender Schicksalsschläge, trotz Mord, Verrat und Folter ist ihm ein überwältigend optimistischer Wohlfühl-Film geglückt. Kein Wunder, dass er damit auf der ganzen Welt die Herzen der Zuschauer erobert und mit Preisen überschüttet wird: Die acht Oscars sind allesamt verdient.



Fazit: Ein schillerndes Kino-Juwel, rasant und amüsant, bewegend und berauschend - einfach unwiderstehlich!

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Datum:  19.3.2009
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