Die Story: Der Zimmermann Roger und die Kassiererin Dinah führen mit ihren zwei kleinen Kindern ein Familienleben wie aus dem Bilderbuch. Doch damit ist es vorbei, nachdem Roger wegen unkontrollierbaren Zitterns seiner Hände den Job verliert und der Arzt bei ihm Parkinson diagnostiziert. Seiner Frau schenkt der tief Verunsicherte erst reinen Wein ein, als sich die Symptome der Schüttellähmung kaum noch leugnen lassen. Wird ihre Liebe halten, obwohl Roger wegen seiner unheilbaren Krankheit weder als Ehemann noch als Vater jemals wieder so funktionieren wird wie vorher?
Die Schauspieler: Anders als seine Filmpartnerin Nicolette Krebitz, ist "Selig"-Frontmann Jan Plewka dann am besten, wenn er singen darf. Das darf er in diesem gewagten Parkinson-Singspiel öfter.
Die Regisseurin: Originalität kann man dem Film von Anne Høegh Krohn, die auch das Drehbuch schrieb, schwerlich absprechen. Auf die Idee, ein Parkinson-Drama mit (bisweilen traumhaften) Musical-Elementen zu verbinden, muss man erst mal kommen. Leider fügt sich beides nicht organisch zusammen. In Anbetracht der Schwere der Krankheit, die Jans Leben und den Zusammenhalt seiner Familie auf härteste Proben stellt, wirken Songzeilen wie "Lass sie nicht finden, was sie suchen, lass mich sein, wie ich war" oder "Lass uns zusammenbleiben in dieser schönen Welt, auch wenn du krank bist" dann doch befremdlich banal.
Fazit: Experiment missglückt. Aber wenigstens interessant missglückt.