MOPONews
News

DRAMA

Die Töchter des chinesischen Gärtners

Die Story: Die junge Li, aufgewachsen in einem Waisenhaus, bekommt ein Praktikum beim Botanik-Professor Chen, der mit seiner Tochter An zurückgezogen auf einer Insel lebt. Inmitten der prachtvollen Pflanzenwelt kommen sich Li und An näher, erst freundschaftlich, dann körperlich: ein Spiel mit dem Feuer, denn im China der 80er Jahre droht Homosexuellen die Todesstrafe. Um nach dem Ende ihres Praktikums auf der Insel bleiben zu können, verfällt Li auf die Idee, Ans Bruder zu heiraten - eine verhängnisvolle Entscheidung ...



Die Schauspieler: In der Rolle der An ist TV-Star Li Xiaoran zu sehen, der außerhalb Chinas bislang völlig unbekannt war. Das dürfte sich mit der Leistung in diesem Film schlagartig ändern. Ebenso überzeugend: Mylène Jampanoi als Li. Die 24-jährige Französin mit chinesischem Vater hat sich vor allem mit ihrem Auftritt in "Die purpurnen Flüsse 2" einen Namen gemacht.



Der Regisseur: Dai Sijie, der 1954 in China geboren wurde und seit 1984 in Frankreich lebt, feierte zuletzt mit der meisterhaften Verfilmung seines eigenen Bestsellers "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" einen weltweiten Erfolg.Seinen neuen Film musste er in Vietnam realisieren - in China bekam er keine Drehgenehmigung, weil dort Homosexualität noch immer ein Tabu-Thema ist. Dabei geht Sijie relativ dezent zu Werke: Nur manchmal streift seine Lesben-Romanze die Grenze zum Softporno-Kitsch. Die Figuren (vor allem Ans autoritärer Vater und ihr tölpelhafter Bruder) wirken zwar bisweilen sehr schablonenhaft, und die Dialoge bleiben über weite Strecken banal. Aber dafür entschädigen die berauschenden Aufnahmen: Atemberaubende Landschaften, halbdunkle Interieurs und dampfige Exotik sorgen für eine sinnlich-schwüle Atmosphäre.



Fazit: Simpel gestricktes Drama über eine verbotene Liebe, angesiedelt irgendwo zwischen Pathos und Poesie.

Weitere Meldungen News
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verabschiedet den scheidenden Umweltminister Norbert Röttgen (r). Im Hintergrund freut sich dessen Nachfolger Peter Altmaier (CDU).

Bundespräsident Gauck dankte Röttgen für sein langes politisches Engagement und seinen Einsatz für das politische Gemeinwesen: „Ich wünsche mir, dass Sie dies auch künftig tun können.“  mehr...

Von wegen „I like“ - für die Aktie heißt es derzeit eher Daumen runter.

Der zweite Handelstag ist nicht gut verlaufen für die Facebook-Investoren. Der Kurs fiel nach Handelsbeginn am Montag zeitweise auf 33 Dollar.  mehr...

Hier wird der Mann aus den reißenden Fluten gerettet.

Es ist erst der dritte bekannte Fall, bei dem ein Mensch ohne Sicherheitsausrüstung über den Niagarafällen in die Tiefe stürzte und überlebte.  mehr...

Datum:  28.6.2007
Empfehlen: E-Mail
Kontakt: Redaktion
Artikel: Drucken
Typisch Frau

Der Mai ist da, die Leute heiraten. So mit Mitte zwanzig kriegt die Frau die ersten „Hurra, wir trauen uns“-Einladungen.