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DRAMA

Die Fälscher

Die Story: In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs richtet das Nazi-Regime im KZ Sachsenhausen eine komplett ausgestattete Fälscherwerkstatt ein, karrt aus ganz Deutschland jüdische Lagerinsassen an und zwingt sie zur größten Geldfälschungsaktion aller Zeiten: Drucker, Grafiker und andere Spezialisten sollen Millionen britische Pfund und US-Dollar produzieren, mit denen Deutschland den Krieg finanzieren und die Wirtschaft der Feinde überschwemmen will. Den Häftlingen bleiben nur zwei Alternativen: Wenn sie kooperieren, unterstützen sie damit die Nazi-Wehrmacht, bekommen aber selbst die Chance, in ihrem goldenen KZ-Käfig zu überleben. Wenn sie sabotieren, bedeutet das ihren sicheren Tod - doch dadurch können sie möglicherweise viele andere Menschenleben retten ...



Die Schauspieler: August Diehl ("23") überzeugt als Idealist Adolf Burger, als radikaler Revolutionär und Gewissen der Fälschertruppe. Sein Gegenspieler im Krieg der Scheine, der abgebrühte Anpasser und schlitzohrige Schlawiner Salomon Sorowitsch, wird großartig verkörpert von Karl Markovics ("Stockinger"). Ebenso schillernd: Devid Striesow ("Lichter") als schleimiger SS-Offizier, der sich gegenüber den Juden gönnerhaft gibt wie ein Kreide fressender Wolf - oder wie ein moderner Manager nach einem Seminar für Mitarbeiter-Motivation.



Der Autor und Regisseur: Basierend auf dem Tatsachenbericht "Des Teufels Werkstatt" von Adolf Burger beleuchtet der studierte Historiker Stefan Ruzowitzky ("Anatomie") ein weitgehend unbekanntes und völlig unglaubliches Kapitel der deutschen Vergangenheit. Sein Film, erzählt in bemerkenswert dreckigen, grobkörnigen Handkamerabildern, ist keine dröge Geschichtsstunde und kein pathosgeschwängertes Betroffenheitsgesäusel, sondern - höchst erstaunlich für eine KZ-Geschichte - spannende Kino-Unterhaltung, die zum Mitfühlen und Mitdenken anregt und sich mit stets aktuellen Fragen auseinandersetzt: Darf man seine Seele verkaufen, um seine Haut zu retten?



Fazit: Packendes, glänzend gespieltes Gewissensdrama, das brisante Fragen aufwirft.

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Datum:  22.3.2007
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Julia Sextl

Relativ häufig muss ich kurzfristig ein Taxi bestellen, um noch pünktlich zu einem Termin zu kommen. Meistens stehe ich schon auf der Straße, wenn der Wagen