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DRAMA

Ausnahmesituation

Die Story: Über dem Leben von John und Aileen Crowley liegt ein Schatten. Zwei ihrer drei Kinder leiden an der seltenen, tödlich verlaufenden Erbkrankheit Morbus Pompe, die sich vor allem in fortschreitender Muskelschwäche äußert. Als es mal wieder besonders schlecht um seine Tochter Megan steht, stößt John bei einer Internetrecherche auf Dr. Robert Stonehill. Der hat eine Idee, wie man die Krankheit therapieren könnte, sieht sich aber ganz und gar als Grundlagenforscher und möchte mit der Pharmaindustrie möglichst nichts zu tun haben. Sein Widerstand gegen Johns Hilfsansinnen bröckelt erst, als er die Crowleys daheim besucht. John gibt seinen lukrativen Job auf und gründet mit Robert eine Biotech-Firma zur Entwicklung eines Medikaments gegen die Krankheit. Unter dem Druck der Investoren beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ...



Die Schauspieler: Den leidgeprüften Vater, der alles daran setzt, seine beiden Kinder zu retten, nimmt man Brendan Fraser jederzeit ab. Gerade, weil er nie zu dick aufträgt. Harrison Ford dagegen gibt den eigenbrötlerischen, ganz in seiner Forschungsarbeit aufgehenden Wissenschaftler anfangs hart an der Grenze zur Karikatur. Glücklicherweise verflüchtigt sich dieser Eindruck dann etwas.



Der Regisseur: Das an „Lorenzos Öl“ erinnernde Drama von Tom Vaughan („Love Vegas“) basiert auf der wahren Geschichte der Crowleys. Die wurde freilich nicht eins zu eins ins Drehbuch übertragen. So dauerte etwa die Entwicklung der Enzymersatz-Therapie in Wahrheit viel länger als im Skript beschrieben. Und auch der Dr. Stonehill ist eine freie Erfindung. Aber keine schlechte. Denn Harrison Fords Figur erfüllt hier eine wichtige Funktion. Der Forscher, der in erster Linie auf seine wissenschaftliche Reputation bedacht ist, bildet mit dem Vater, dem es allein um das Wohl seiner Kinder geht, sowie den Geldgebern, die möglichst schnell Profit sehen wollen, die Eckpunkte eines geschickt konstruierten Spannungsdreiecks, das Vaughans Werk sein dramaturgisches Gerüst gibt. Daran arbeitet sich der Regisseur redlich ab, ohne extra stark auf die Tränendrüse zu drücken.



Fazit: Grundsolides Drama.







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Datum:  11.3.2010
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