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DRAMA

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Die Story: Mie, eine junge Dänin, und Shadi, Sohn palästinensischer Einwanderer, leben in einer Gegend von Kopenhagen, die als sozialer Brennpunkt gilt. Die Liebe der beiden bekommt Risse, als Mies Bruder Per brutal zusammengeschlagen wird und ins Koma fällt. Schnell machen Gerüchte die Runde, hinter der Tat steckten kriminelle Ausländer. Shadi hat sogar Grund zu der Annahme, dass sein eigener Bruder Tareq an dem Gewaltakt beteiligt war. Der mag sich zu dem Verdacht aber nicht klar äußern, sodass Shadi in einen Gewissenskonflikt gerät. Währenddessen heizt sich die Stimmung in seinem Wohnviertel allmählich auf.



Die Schauspieler: Die beiden jungen Hauptdarsteller standen erstmals vor einer Filmkamera. Vielleicht wirkt ihr emotionsgeladenes Spiel gerade deshalb so authentisch. Mohammed Ali Bakier ist als Shadi hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu seinem Bruder und seiner Liebe zu der von Joy K. Petersen verkörperten Mie. Die wiederum misstraut ihrem oft ausweichend antwortenden Freund zunehmend.



Die Regisseurin: Annette K. Olesen ("In deinen Händen") hat sich eines brisanten Themas angenommen: dem konfliktreichen Zusammenleben von Dänen und Ausländern in einer Kopenhagener Reißbrett-Siedlung aus den 70er Jahren. Am Beispiel eines jungen dänisch-palästinensischen Pärchens und dessen sozialem Umfeld beschreibt sie anschaulich, wie leicht eine Gemengelage aus Misstrauen, latentem Rassismus und gegenseitigen Vorurteilen in eine Spirale der Gewalt münden kann. Während Mies Mutter noch ein multikulturelles Miteinander für möglich hält und sich weigert, wegzuziehen, spitzen sich draußen die Ereignisse zu. Einige etwas stereotyp angelegte Figuren und etliche weltfremd klingende Dialoge unterlaufen allerdings den Anspruch der Regisseurin, die tatsächlichen Verhältnisse realitätsnah abzubilden.



Fazit: Ein in seiner Aussage durchaus relevanter Film, allerdings nicht ganz frei von Klischees.

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Datum:  24.5.2007
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