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DOKUMENTARFILM

Wasser und Seife

Das Thema: Monika Schückner, Tatjana Beth und Gerda Franzen sind Heldinnen des Alltags, die diese Bezeichnung verdienen. Seit vielen Jahren arbeiten sie von morgens sieben Uhr an in einer Wäscherei in Groß Flottbek. Dort auch zu wohnen, können sie sich freilich nicht leisten. Wie auch, wo ihnen doch nach Abzug von Miete, Strom- und Wasserkosten kaum mehr als 150 Euro im Monat zum Leben bleiben, wie Monika bis auf den Cent genau vorrechnet. Wenn er könnte, sagt der Chef der Wäscherei, würde er ihnen auch drei, vier Euro mehr zahlen - "aber der Markt gibt das einfach nicht mehr her."



Und so fährt die längst weißhaarige Monika jeden Morgen und jeden Abend eineinhalb Stunden zur Arbeit und wieder zurück. Ihre ganze Liebe gilt Bonnie, ihrem kleinen Terrier. Ihren Mann hat sie schon vor Jahren verlassen, "weil er gesoffen hat". Einzig, dass sie ihre vier Kinder damals nicht mitgenommen hat, bedauert Monika heute. In der energischen Tatjana, die mit Stolz ihre Tina-Turner-Frisur trägt, und der eher stillen Gerti hat sie Kolleginnen, mit denen sie über alles reden und gemeinsam Lottoscheine ausfüllen kann.



Die Regisseurin: Die Dokumentarfilmerin Susan Gluth zeigt den Alltag ihrer drei Protagonistinnen, ohne über sie oder die "Verhältnisse" zu urteilen. In langen Einstellungen lässt sie ihnen Raum, von sich und ihrem Leben zu erzählen. Gluth gibt einer Welt, die man auch in deutschen Spielfilmen gern öfter sähe, Gesicht und Stimme.



Fazit: Ein liebevoll beobachtender Dokumentarfilm über die Würde des Menschen in Zeiten der Globalisierung.

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Datum:  29.1.2009
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