Das Thema: Vor den alljährlichen Überschwemmungen zur Regenzeit im Norden von Bangladesch fliehen die Bauern der Region in den Süden. Am Golf von Bengalen schuften sie in Werften, in denen riesige Tanker und Containerschiffe meist mit bloßen Händen zerlegt werden. Tonnenschwere Stahlteile ziehen die Arbeiter - barfuß und nur mit Seilen - an Land. Dabei ist es keinesfalls sicher, ob die Saisonkräfte ihren Hungerlohn nach monatelanger lebensgefährlicher Maloche überhaupt ausgezahlt bekommen. Durch ein ausbeuterisches Geflecht aus Vorschüssen und Krediten bleibt vielen zum Schluss nicht einmal mehr genug Geld für die Heimreise ...
Der Regisseur: Schon einmal stand die südostasiatische Abwrackindustrie Pate für einen bildgewaltigen Film: Michael Glawoggers Dokumentation "Workingman's Death". Auch Shaheen Dill-Riaz versteht es, die unmenschliche Anstrengung seiner "Eisenfresser" in visuell überwältigende Aufnahmen zu fassen. Die Funken der Schweißer sprühen, die gigantischen Schiffswände stürzen krachend in den Schlamm, und die Gefahr von Explosionen und berstenden Seilen ist allgegenwärtig. Doch im Vergleich zu Glawogger gelingt Dill-Riaz ein noch tieferer Blick in das ausbeuterische System. Er deckt schonungslos die sozialen Abhängigkeiten und ungleichen Machtverhältnisse auf, die die ausgelaugten, gebrochenen Bauern gegen ihren Willen immer wieder in den Süden zwingen. Berührende Einzelschicksale treffen auf Bilder voll unbändiger, zügelloser Kraft.
Fazit: Ambitionierter Film vor archaischer Bombastkulisse.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?