Die Story: Das im Nordwesten Nepals gelegene Dolpo zählt zu den abgeschiedensten Regionen der Welt. Eingeschlossen von den gewaltigen Gebirgsketten des Himalaja leben hier in 4000 Meter Höhe etwa 5000 tibetischstämmige Menschen weitgehend ohne die Errungenschaften der modernen Zivilisation wie Elektrizität oder fließendes Wasser. Im Alter von 10 Jahren wird der Hirtenjunge Sherap Sangpo als Reinkarnation des Dolpo Tulku, eines hochstehenden und von den Menschen hier verehrten Lamas, erkannt und zwecks Ausbildung in ein Kloster nach Südindien geschickt. 16 Jahre später, im Jahr 2008, ist er bereit, in die Berge Nepals zurückzukehren, um sein Amt als geistliches Oberhaupt der tief religiösen Menschen des Dolpo anzutreten.
Der Regisseur: Der Dokumentarfilmer Martin Hoffmann hat den jungen Dolpo Tulku auf dessen Reise vom südindischen Namdroling Kloster bis ins obere Dolpo in Nepal begleitet. An den Umgang mit Handy und Laptop gewöhnt, weiß der 26-Jährige sehr gut, dass nun ganz andere Herausforderungen auf ihn warten: "Ich trage eine große Verantwortung für das Dolpo. Manchmal weiß ich nicht, ob ich dem gewachsen bin", bekennt der zuweilen wie ein junger Dalai Lama Wirkende. Schließlich gilt es nicht nur, die buddhistische Lehre zu verbreiten, sondern ohne viel Geld wenigstens einen Hauch von Infrastruktur im Dolpo herzustellen - befahrbare Straßen, medizinische Versorgung und tibetischsprachigen Unterricht für die Kinder. Hoffmann und seinem Kameramann Thomas Henkel, dem beeindruckende Landschaftsaufnahmen gelungen sind, halten sich mit Kommentaren und Bewertungen angenehm zurück. Das hat freilich den Nebeneffekt, dass dem Zuschauer manches, was er hier sieht, ganz fremd bleiben muss.
Fazit: Interessanter Einblick in eine andere Kultur.
Note: 3