Das Thema: Ob mit seinen Bildern, den Installationen oder Performances - Martin Kippenberger eckte an. Stets unterlief er die Erwartungen des Kunstbetriebs und spaltete so Kritiker und Publikum gleichermaßen. Nach seinem Studium an der Hamburger Hochschule für bildende Künste ging er in den 70ern nach Berlin. Er übernahm den legendären Club SO36, organisierte Konzerte und Ausstellungen. Mit Künstlern wie Albert und Markus Oehlen realisierte Kippenberger große Werke, die schließlich 1986 in Darmstadt gezeigt wurden. Das wichtigste Projekt, "Metro-Net", entwickelte er in seinen letzten Lebensjahren: ein weltumspannendes U-Bahn-Netz, bestehend aus Attrappen von Eingängen und Lüftungsschächten, dessen erste Station 1993 in Syros eröffnet wurde. Kippenberger starb 1997 in Wien. Posthum war er 2003 auf der Biennale in Venedig vertreten, und 2006 widmete ihm die Londoner Tate Modern eine große Retrospektive.
Regisseur Jörg Kobel geht der Frage nach, wie Martin Kippenberger den "Job des Künstlers" in der Postmoderne bewältigte. Er montiert Aufnahmen und Gespräche mit Verwandten und Weggefährten und spürt so Kippenbergers Leben und Wirken nach. Eine Mitstreiterin aus frühen Tagen bezeichnet ihn beispielsweise als scheu - etwas, das man angesichts der zuvor gesehenen wortgewaltigen Auftritte nicht unbedingt erwartet hätte.
Fazit: Spannende Dokumentation über einen ewig unangepassten Künstler.
75 Min.; 3001 Kino
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?