Der Porträtierte: Als Joe Strummer am 22. Dezember 2002 im Alter von 50 Jahren starb, hatte er längst Musikgeschichte geschrieben. Mit seiner Band "The Clash" zählte er zu den Pionieren des Punkrock. Unvergessen sind Klassiker wie "London Calling" und "Should I stay or should I go". Der nihilistischen Haltung der "Sex Pistols" setzten The Clash politisches Bewusstsein entgegen. Und sie reicherten schon früh ihre energiegeladenen Punkrock-Rhythmen mit Reggae- und Folkelementen an. 1980 veröffentlichten sie mit dem Dreifach-Album "Sandinista!" ihr wohl ambitioniertestes Werk, fünf Jahre später lösten sie sich auf.
Der Regisseur: Julien Temple, der seine Regiekarriere mit einer Dokumentation über die Sex Pistols begann ("The Great Rock'n'Roll Swindle"), zeigt Joe Strummer nicht nur als charismatischen Clash-Frontmann. Er schlägt einen weiten Bogen von dessen Kindheit bis zu seinen späten Jahren, in denen er bei den "Mescaleros" eine neue musikalische Heimat fand. Dabei fordert der Regisseur dem Zuschauer einiges an Aufmerksamkeit ab. Denn er präsentiert in zum Teil atemberaubendem Tempo eine Fülle unterschiedlichen Materials - darunter alte Fotos und Filmschnipsel aus Strummers privatem Fundus und etliche mitreißende Konzertausschnitte. Alles zusammen addiert sich zu einer liebevollen Hommage an eine vielschichtige Persönlichkeit. Dazu passt auch, dass Temple etliche Weggefährten und prominente Freunde des Musikers, etwa Johnny Depp und Jim Jarmush, in intimer Lagerfeuer-Atmosphäre interviewte. Früher saß er oft mit Strummer selbst so beisammen.
Fazit: Angemessene Würdigung eines Menschen und Musikers, der seinen Star-Status stets hinterfragte und dem Selbstzweifel nicht fremd waren.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?