Das Thema: 1998 wurde Jürgen "The Rock" Hartenstein deutscher Meister im Supermittelgewicht und zählte danach für kurze Zeit zu den besten Boxern dieser Gewichtsklasse. Aber irgendwann verlor er immer öfter, worauf sich sein Manager von ihm trennte. Ganz auf sich allein gestellt, bekam er immer weniger Profi-Kämpfe, bis er schließlich drei Jahre lang gar nicht mehr in den Ring stieg. Aber endgültig aufgeben kommt für Hartenstein nicht in Frage: Neben seinem Job als Türsteher, mit dem er sich über Wasser hält, bereitet er sich auf einem Dachboden auf sein Comeback vor. Angeleitet von seinem Trainer Markus Kone, trainiert er mit eiserner Disziplin. Alles, was er möchte, ist ein Kampf in den USA, um wieder in Geschäft zu kommen. Als die ersehnte Zusage aus Philadelphia endlich kommt, ist klar, dass von nun an noch härter trainiert wird¼
Der Regisseur: Wie bei Dokumentarfilmen üblich, begleitet auch Max Plettau, Absolvent der Münchener Hochschule für Film und Fernsehen, seinen zunächst scheuen Protagonisten über mehrere Monate hinweg. Indem er sich fast ganz auf die Beobachterperspektive beschränkt, unterscheidet sich Plettaus Film jedoch deutlich von den meisten anderen seines Genres. So bekommt man als Zuschauer durch die vielen Aufnahmen von Hartensteins Training bald ein Gespür für dessen jeweiligen Fitnesszustand.
Und wenn man Hartenstein immer wieder vom Telefonladen aus in den USA anrufen sieht ("I'm a German Ex-Champion"), wird auf anrührende Weise klar, dass es hier um alles andere als Millionenbeträge geht. Spätestens, als sich das Geschehen von München nach Philadelphia verlagert und Hartenstein dort eine Trainingshalle betritt, muss man an die "Rocky"-Filme mit Sylvester Stallone denken. Nur, dass das hier das wahre Leben ist und nicht Hollywood.
Fazit: Bewegendes Porträt eines Boxers.