Das Thema: Der Stamm der Pamir-Kirgisen kommt aus Zentralasien, dort, wo Tadschikistan, China und Afghanistan aufeinander treffen, und zählt heute nicht mehr als 2000 Mitglieder. Nachdem die Pamir-Kirgisen vor 100 Jahren aus ihrer Heimat in Russland vertrieben und von immer neuen politischen Machthabern verdrängt wurden, führte sie ihre Odyssee über pakistanische Flüchtlingslager 1982 schließlich in die Türkei, wo sie im eigens für sie angelegten Dorf Ulupamir unterkamen. Nur Alaska hatte ihnen auch noch eine Bleibe angeboten ...
Der Regisseur: Ben Hopkins ist ein so genanntes Multitalent: Er arbeitet als Regisseur, Film- und Theaterautor und feilt zurzeit an seinem ersten Roman. Sein Spielfilmdebüt "Simon Magus" schaffte es 1999 sogar in den Wettbewerb der Berlinale. "37 Uses for a Dead Sheep" jedoch scheint unter Hopkins' Vielfältigkeit zu leiden. Interviews mit den Pamir-Kirgisen mischt er mit dilettantischen, auf Stummfilm getrimmten Szenen, in denen die Kirgisen ihre Geschichte nachspielen. So gerät das Schicksal eines von geopolitischen Veränderungen und der Globalisierung zerriebenen Volkes alsbald zum Kasperletheater. Darüber hinaus dokumentiert Hopkins mit Off-Kommentar und seiner Kamera auch noch seine eigenen Dreharbeiten. Dass die Pamir-Kirgisen 37 Dinge aus einem Schaf herstellen können, ist ganz nett zu wissen, aber irrelevant für das Thema.
Fazit: Interessantes Thema, mangelhafte Umsetzung: eine Dokumentation ohne Nachhall.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?