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DIE SENDER-FREQUENZEN WERDEN NEU GEORDNET

Bleibt "delta radio" in Hamburg bald stumm?

Radio-Krieg zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein! Die schwarz-grüne Koalition will heute in der Bürgerschaft den Rundfunkstaatsvertrag zwischen beiden Ländern kippen. Dort ist die Vergabe der Radiofrequenzen geregelt. Eine mögliche Folge: Baldiger Sendeschluss für die schleswig-holsteinischen Stationen "delta radio" und "R.SH" in Hamburg!



Farid Müller (GAL): "Der Staatsvertrag aus dem Jahr 1995 ist zu Lasten Hamburgs abgeschlossen worden. Außerdem brauchen wir Bewegung auf dem verkrusteten Markt." Konkret geht es Müller um zwei Punkte: Private Hamburger Radios wie "Energy" oder "Oldie 95" sollen künftig eine höhere Reichweite (z.B. in den "Speckgürtel") erhalten, um Werbekunden besser ansprechen zu können. Dies geht aber nur, sagt Müller, wenn die Stationen künftig auf Ukw vom Hamburger Fernsehturm aus funken dürfen. Doch dieser Platz ist momentan auch von den Sendern aus Schleswig-Holstein besetzt. Auch ein "redaktionelles Musikradio", das Schwarz-Grün laut Koalitionsvertrag in Hamburg etablieren will, ließe sich wirtschaftlich um so besser betreiben, je höher die Reichweite ist.



In der Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein hält man wenig von den schwarz-grünen Plänen. Direktor Thomas Fuchs zur MOPO: "Eine Verbesserung der Umlandversorgung gelingt auch ohne Kündigung des Staatsvertrages - zum Beispiel durch die Bündelung lokaler Kapazitäten. Außerdem starten wir im November über DVBT digitale Radiokanäle in Hamburg, die auch Platz für ein redaktionelles Musikradio bieten."



Für Müller ist digitales Radio "Zukunftsmusik". Es fehle an Empfangsgeräten der Hörer. Kersten Artus (Die Linke), hält dagegen: "Digitalradio ist die Zukunft. Eine Kündigung des Vertrags ist überflüssig, gefährlich und unseriös. Er führt nur zu bösem Blut mit Schleswig-Holstein. Am Ende könnten alle Schaden nehmen."

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Datum:  7.10.2009
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