Es mag Zufall sein, dass an den Tagen nach Partien gegen Wolfsburg immer Nieselregen über der Stadt liegt. Wieder mal regierte Tristesse nach dem 1:3 gegen den VfL, die Tabellenführung der Bundesliga ist erst mal futsch. Nun soll Zweitligist Wehen Wiesbaden herhalten, den Frust zu vergessen.
Schon morgen (19 Uhr) kann die Scharte ausgewetzt werden. Ein Sieg - und der HSV stünde erstmals seit zwölf Jahren wieder im Halbfinale des DFB-Pokals. "Wir sind aufgerufen, eine Leistung zu bringen, die den Klassenunterschied deutlich macht", hofft Frank Rost. "Wichtig ist aber nur, dass wir das Spiel gewinnen. Ob nach 90 oder 120 Minuten spielt da überhaupt keine Rolle."
Dass seine Jungs noch an der Wolfsburg-Pleite zu knabbern haben, kann sich Martin Jol nicht vorstellen. "Wir werden auch das überleben", ist der Trainer sicher. "Wir haben vorher fast alle Spiele gewonnen. Es ist nicht so, dass wir jetzt gleich am Boden liegen." Rost erhofft sich zudem einen Lerneffekt: "Wir haben gegen Wolfsburg unsere Chancen nicht genutzt und sind dann dafür kräftig abgewatscht worden."
Ob David Jarolim nach seiner Sprunggelenksverletzung morgen dabei ist, steht noch nicht fest. Gestern ging's zur Kernspintomografie, der Käpt'n aber frohlockt: "Ich glaube nicht, dass etwas gerissen ist. Ich hoffe sehr darauf, dass ich schon im Pokal wieder dabei sein kann."