Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Depressionen. Die Dunkelziffer liegt höher. Ein Tabuthema in der Gesellschaft.
"Viele Menschen wissen nicht, dass Depressionen eine Krankheit sind, die lebensbedrohlich sein kann", sagt Prof. Dr Ulrich Hegerl, Sprecher der Psychiatrischen Klinik der Uni Leipzig. Was sind die Symptome? Worunter leiden Menschen wie Robert Enke?
"Sie sind unfähig, Freude zu empfinden", erklärt der Experte. Die Patienten leiden unter Kraftlosigkeit, Erschöpfung, Schlaf- und Appetitlosigkeit. Sie tragen stets Schuldgefühle in sich. Prof. Dr. Hegerl: "Sie sind innerlich abgestorben."
Depressionen, sagt Hegerl, können "jeden" treffen. Es gäbe zwei Behandlungswege, um die Patienten aus der seelischen Sackgasse herauszuführen. Zum einen Antidepressiva: "Das sind keine Glückspillen, sie machen auch nicht süchtig." Die zweite Behandlungsmethode sei die Psychotherapie, "um den negativen Gedankenkreis zu unterbrechen".
Georg Fiedler, stellvertretender Chef des Therapiezentrums für Suizidgefährdete am UKE, sagt: Menschen mit psychischer Erkrankung - und dazu zähle eine Depression - hätten ein ungleich höheres Suizidrisiko. Besonders groß sei die Gefahr bei Männern. "Dort ist die Fähigkeit, sich Hilfe zu holen und sich helfen zu lassen, nur schwach ausgeprägt." 2008 brachten sich 9300 Menschen in Deutschland um.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?