Ein zauberhaftes weißes Neuland so groß wie 180 Fußballfelder eroberten die Hamburger am vergangenen Wochenende. Mit Schlitten, Picknickkörben, Kinderwagen, Schlittschuhen und Hunden stürmten insgesamt 75.000 Menschen die zugefrorene Alster.
Die Freude beim Eisvergnügen blieb an beiden Tagen ungetrübt. Nur 20 Personen stürzten und keine von ihnen trug schwere Verletzungen davon. Freuen konnten sich die Skilangläufer, ihnen machte der Neuschnee nicht so viel aus, sie kamen trotzdem voran. An Eishockey war allerdings kaum zu denken, die Flächen waren zu hubbelig und kaum glatt. Gerade deshalb gab es wohl auch so nur wenige Verletzte.
"Es ist ein Traum", sagte Hundesitterin Anabelle Brock, die am Sonntag mit vier Tieren über die zugeschneite Alster stapfte. "Zur Zeit gehe ich hier täglich spazieren, man erlebt Hamburg aus einer ganz anderen Perspektive." Holger Dreyer aus Bönningstedt (Kreis Pinneberg) fotografierte Tochter Fabiana und Frau Anita auf einem Thron aus Schnee mitten auf der Alster. "Wenn die Alster zugefroren ist, ist ein Besuch hier Pflicht." Zuvor hatte schon eine Yoga-Gruppe in der Nähe auf mitgebrachten Gymnastikmatten ihre Übungen auf dem verschneiten Eis absolviert.
Die Feuerwehr war auf einen großen Einsatz vorbereitet und kam mit fünf Rettungswagen, das Rote Kreuz hatte vier Fahrzeuge dabei, beide Teams waren mit 100 Kräften im Einsatz. Die Polizei war mit 70 Mann dabei. Die Behörden warnten erneut vor den Risiken auf dem Eis. Ob es am nächsten Wochenende ein offizielles Alstervergnügen mit Ständen gibt, entscheidet sich am Mittwoch.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?