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DER NEUE FREEZERS-BOSS MICHAEL PFAD (46) OFFENBART HOHE ZIELE

"Ich will zu Ole von Beust auf den Balkon"

Der Familienvater (zwei Töchter, 7 und 12) sei "sehr, sehr sorgfältig ausgesucht worden. Ich möchte nicht das Wort des Wunschkandidaten bemühen, aber er ist sehr nah dran", sagte Interims-Vorgänger Moritz Hillebrand. Michael Pfad sprach im Anschluss über...



... die Kontaktaufnahme: Vor fünf, sechs Wochen ist die Anschutz-Gruppe auf mich zugekommen. Ich war da noch ein Stück weit defensiv eingestellt. Einerseits, weil ich eigentlich mehr Zeit auf dem Golfplatz verbringen wollte. Vor allem aber, weil für Euphorie angesichts dieser schweren Aufgabe auch kein Platz war. Ich heiße Michael und nicht Merlin Pfad. Zaubern wird schwer.



... seinen Entschluss, den Job anzunehmen: Ich habe mir die Freezers angeschaut und bin der Meinung, dass die Marke absolut gesund ist. Die Berichterstattung ist frei von Häme, die Fans haben in der Krise in einem Maße protestiert, über das sich andere Klubs gefreut hätten, und mit Anschutz gibt es einen Gesellschafter, der Lust auf diesen Klub hat und eine tolle Halle hier hingestellt hat. Ich bin jetzt Feuer und Flamme für diese Position.



... seine Beziehung zum Eishockey: Ich bin im Eishockey nicht heimisch, darin sehe ich aber kein Problem. Ich habe die Gesamtverantwortung für den Klub, muss aber nicht auf dem Eis stehen und werde das auch nicht versuchen. Darin hätte ich nämlich die Note 6! Ich kann nicht Schlittschuh laufen und werde es auch nicht mehr lernen. Berührungspunkte mit dem Eishockey aber gibt es. 1993 habe ich Eishockey als erste Sportart zu Premiere geholt. Bei den Freezers war ich in den letzten zwei, drei Jahren zehn bis fünfzehn Mal als Zuschauer.



... seinen Vorgänger Boris Capla: Ich habe Herrn Capla zwei bis drei Mal die Hand gegeben, kenne ihn ansonsten aber überhaupt nicht. Die Kritik an seiner Person ist mir nicht verborgen geblieben, dennoch rede ich mit hohem Respekt von Boris Capla. Er hat die Freezers-Geschichte mitgeschrieben. Inwiefern sich mein Stil von seinem unterscheiden wird, kann ich nicht beurteilen, ich kann nur sagen, dass ich einen kooperativen Führungsstil pflege.



... seine Ziele: Ich möchte immer gewinnen. Mittel- oder langfristig soll das bei Ole (von Beust) auf dem Balkon enden. Das heißt nicht, dass ich mir der Schwere der Aufgabe nicht voll bewusst bin, aber wenn man sich keine Ziele setzt, wird man auch nichts erreichen.



... den Zuschauerschwund: Es gibt einen sehr starken Wettbewerb in der Stadt und eine kleine Schnittmenge zwischen den Klubs. Ich werde um jeden Zuschauer hart kämpfen. Jeder Marketing-Euro wird sich dabei mit dem sportlichen Euro messen lassen müssen.



... seine Vertragslaufzeit: Sie ist relativ kurz, kürzer als die, die mir angeboten worden ist.

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Datum:  25.11.2009
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