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DER NEUE BEZIRKSAMTSLEITER VON NORD

Sein Job wird ganz schwer

Die Wahl war knapp - mit nur einer Stimme Mehrheit hat die Bezirksversammlung Nord den SPD-Mann Wolfgang Kopitzsch (60) am Donnerstag zum neuen Bezirksamtsleiter gekürt. Das Ergebnis war möglich, weil auch zwei GAL-Abweichler für den SPD-Kandidaten und gegen den Mann von GAL und CDU gestimmt hatten (MOPO berichtete). Voraussichtlich im Juni wird Wolfgang Kopitzsch sein Amt antreten. Die MOPO sprach mit ihm über die Zukunft des Bezirks.



MOPO: Ein halbes Jahr lang war der Bezirk Nord ohne Führung. Was wollen Sie nun als erstes anpacken?



Wolfgang Kopitzsch: Da gibt es eine Reihe von Themen. Zum Beispiel den Ausbau des Planetariums und die Belebung des Langenhorner Marktes nach dem Weggang von Hertie. Auch das Sanierungsgebiet Fuhlsbütteler Straße und der Umbau des Barmbeker Bahnhofs sollen vorangebracht werden. Zudem will ich versuchen, dass die Anzahl neugebauter Wohnungen weiter auf hohem Niveau bleibt. Als erstes aber werde ich die Mitarbeiter des Bezirksamts kennenlernen.



MOPO: In der Bezirksversammlung gibt es nach dem Ausstieg zweier GAL-Abgeordneter keine klare Mehrheit mehr. Wie soll da die politische Arbeit funktionieren?



Kopitzsch: Das Beispiel Bergedorf zeigt, dass man auch mit wechselnden Mehrheiten arbeiten kann. Lange funktioniert so etwas aber nicht. Es besteht die Gefahr, dass nicht mehrheitsfähige Themen einfach unter den Tisch fallen. Ich beabsichtige, mich regelmäßig gemeinsam mit allen Fraktionsvorsitzenden zu treffen, um einen schnellen und zügigen Informationsaustausch zu gewährleisten.



MOPO: Was sagen sie zu den turbulenten Monaten, die hinter dem Bezirk liegen?



Kopitzsch: Teilweise wurden alte Wunden aufgerissen, von denen man dachte, dass sie längst geheilt wären. Ich wünschte mir jetzt, dass im Bezirk vor allem im Interesse der Bürger wieder Ruhe einkehrt.



MOPO: Sie arbeiten seit 1979 an der Landespolizeischule. Was werden Sie am alten Job am meisten vermissen?



Kopitzsch: Den Umgang mit den Kollegen und den jungen Leuten. Mein Herz hängt weiter an der Polizei. Aber ich freue mich auf die neue Aufgabe - obwohl ich weiß, dass es nicht einfach werden wird.

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Datum:  18.4.2009
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