Für ihren Kampf gegen Polizeigewalt und die "terroristische Regierung" gingen am Sonnabend fast 1000 linke Demonstranten in Hamburg auf die Straße. Das Motto der Veranstaltung: "Solidarität ist eine Waffe!" Auslöser war der Tod des von einer Polizei-Kugel getroffenen 15-jährigen Griechen Alexandros Grigoropoulos am 6. Dezember.
Mit "Fuck the Police"-Rufen zogen die Demonstranten um 15.10 Uhr vom Allende-Platz in Richtung Hauptbahnhof. Um die Linken, von denen die Polizei rund 500 als "gewaltbereit" einstufte, von den shoppenden Massen in der Innenstadt fernzuhalten, wurden weite Teile der City gesperrt. Am Dammtordamm, nur wenige hundert Meter vom Ausgangspunkt entfernt, stoppte die Polizei den Aufzug: Einige Teilnehmer hatten sich vermummt und Flaschen und Böller geworfen. Nach einem einstündigem Hickhack erklärte die Versammlungsleiterin den Aufzug für beendet.
Am Schulterblatt (Sternschanze) kam es bis zum Sonntagmorgen zu kleineren Krawallen.