Morgen ist das Audimax seit drei Wochen von einer Gruppe von Studenten besetzt. Vieler ihrer Kommilitonen sind allmählich genervt, weil Vorlesungen ausfallen und anstehende Klausuren vielleicht auch. Heute starten Studenten eine Unterschriftenaktion - gegen die Besetzung.
"Fast drei Wochen Besetzung - das ist langsam genug. Zumal es sich nur um eine kleine Gruppe handelt. Zu viele Vorlesungen fallen aus, das Geld für die angemieteten Ersatzräume kann die Uni besser investieren", sagt Student Timo Köpp vom Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften. Einige Veranstaltungen finden nun im Cinemaxx statt, dort muss die Uni einen Euro pro Platz zahlen. Die Unterschriftenlisten gegen die Besetzung liegen ab heute auch im Foyer des "Wiwi-Bunkers" (Von-Melle-Park 5) aus.
Neben dem Audimax sind nun auch die Sozialwissenschaften und ein Hörsaal der Hochschule HAW besetzt. Auch an der TU Harburg ist ein Saal blockiert, die Besetzung des Fachbereichs Sozialökonomie ist vorläufig beendet. Gestern hat das Uni-Präsidium eine E-Mail an alle Studenten verschickt, in der sie appelliert, das Audimax freizugeben. "Wir haben diese Aktion bislang toleriert. Gleichwohl sehen wir, dass sich eine Mehrzahl daran nicht beteiligt", heißt es unter anderem.