Schon zum zweiten Mal gelang es Demonstranten gestern, die Baustelle des umstrittenen Kohlekraftwerks in Moorburg zu entern: Knapp 30 Greenpeace-Aktivisten bestiegen den Rohbau eines Versorgungsschachtes, schrieben in 80 Metern Höhe in großen Buchstaben "Stop CO2" auf die Wand. Auf einem Baukran entrollten Demonstranten ein Spruchband. Mit Schlauchbooten waren sie in der Nacht zuvor zu der Baustelle gefahren. Die Polizei nahm zwölf Demonstranten in Gewahrsam, zwei wurden vorläufig festgenommen.
Gleichzeitig besetzten sieben Aktivisten des Aktionsbündnisses "Gegenstrom08" die Büros der GAL-Bürgerschaftsfraktion, schütteten 30 Kilo Kohle in die Flure. "Wir wollen deutlich machen, dass die GAL sich die Finger schmutzig machen muss, wenn sie die Kohle wegbekommen will", so die Erklärung dazu.