Er ist auf dem besten Weg, der James Dean der bildenden Kunst zu werden: Michel Majerus (1967-2002), bei einem Flugzeugabsturz in Luxemburg ums Leben gekommen, schuf in der kurzen Zeit seiner Karriere ein Werk, das ihn zu einer Schlüsselfigur der aktuelle Kunstszene macht. Mit unerhörter Freiheit, ja Frechheit, plünderte er den Fundus der Kunstgeschichte sowie die multimedialen Speicher unserer Alltagswelt. Das Ergebnis: bunt und imposant. In einer spektakulären Majerus-Schau vereinen die Deichtorhallen nun zum ersten Mal die 26 bis zu 9,50 Meter hohen Riesenformate. "Demand the best don't accept excuses" ist mehr als eine Ausstellung. Es ist vielmehr ein beeindruckendes Raumerlebnis, das die Riesenhalle wie verwandelt erscheinen lässt und das Denken des früh Verstorbenen deutlich macht. Nicht zuletzt steckt hinter dieser Schau ein gewaltiger technischer Kraftakt, den man sich erst vergegenwärtigt, wenn man einmal hinter die Kulissen der Rauminszenierung schaut, die den Ausstellungseingang bildet.
Michel Majerus gehörte zur ersten Generation der Computer-Kids, jener Kinder, für die es ganz selbstverständlich ist, die Nachmittage am Bildschirm zu verbringen, per Knopfdruck irgendwelche Monster abzuschießen und sich den Müll der schönen, bunten weltweiten Netzwelt ins Wohnzimmer zu holen. In seinen Mammut-Gemälden, die aus bis zu 42 einzelnen Tafeln zusammengesetzt sind, tauchen die Begleiter seiner Kindheit und Jugend wieder auf.
Unglaubliche Collagen hat Majerus am Computer zusammengemixt und dann auf die Leinwand übertragen. Wie ein Berserker muss er in den wenigen Jahren gearbeitet haben. Rund 1500 Gemälde umfasst sein Werk, das Pop -Art, abstrakten Expressionismus, Comicfiguren, Werbespots, Sprechblasen und Schriftbänder so rasant miteinander vermischt, dass einem schwindelig werden kann.
Ob Frank Stella, Willem de Kooning oder Roy Lichtenstein - was Majerus für seinen Bilderkosmos braucht, wird zitiert und knallhart gegen Biene Maja, die Teletubbies, Superman oder Playmobil-Männchen zu Felde geführt. Mit wilden Pinselhieben legt er mitunter ganze Schleier von Farbe auf Micky Maus und Co. Kurz: ein ebenso grenzen- wie respektloser "Bilderfresser", wie ihn Peter Pakesch, Intendant des Grazer Kunsthauses nennt, der sich und der Kunst ganz neue Bildräume eroberte.
Heidi, Hans und Franz haben sich von Seal getrennt. Dabei hat das penetranteste aller Promi-Paare doch gefühlt so oft geheiratet wie Lothar Matthäus. Da fragt sich die geneigte Leserin: Sind diese alljährlichen Hochzeitswiederholungen am Strand eigentlich mit einer einzigen Scheidung zu erledigen?