Der Deckel über die A7 wird Chefsache: Der Senat zieht bei seiner Klausurtagung nächste Woche in Lüneburg das Projekt an sich. Die Bezirke Eimsbüttel und Altona verlieren damit ihre Zuständigkeit. Und: Das Bürgerbegehren von Kleingärtnern ("Apfelbaum braucht Wurzelraum") gegen die Finanzierung des Hamburger Anteils an dem Deckel wird deshalb beendet.
Der Deckel soll Anwohner vor Lärm schützen. Kosten für insgesamt drei Abschnitte: 400 Millionen Euro. Hamburgs Anteil liegt bei etwa 167 Millionen. Das Geld will Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) über den Verkauf von Kleingärten in Nähe der A7 und die Veräußerung der Trabrennbahn Bahrenfeld aufbringen. Im Gegenzug sollen die Kleingärtner auf die Deckelfläche umziehen - was diese mehrheitlich ablehnen.
Hajduk begründete ihren Schritt offiziell mit gesamtstädtischem Interesse. Tatsächlich rechnet die Senatorin wohl damit, durch das Ausbremsen der Kleingärtner die Finanzierung des Deckels zu erleichtern. Die SPD glaubt, Hajduk schadet dem Projekt mit dem Schritt mehr, als sie ihm nutzt. Thomas Adrian, SPD Altona: "Ich sehe die Gefahr, dass der Deckel auf Dauer zum juristischen und öffentlichen Streitobjekt wird. Frau Hajduk hat das Tischtuch zerschnitten und sucht die offene Konfrontation."