Der Angeklagte Martin S. (43) sei wutentbrannt in den "Durchsuchungsraum" gekommen, habe den mutmaßlichen EC-Karten-Betrüger (20) beleidigt und zweimal mit der Hand ins Gesicht geschlagen, sagte der Beamte Christian Z. (26) als Zeuge aus.
Seine 27-jährige Kollegin bestätigte den Übergriff, den sie durch ein Fenster beobachtete. Möglicher Grund für den Ausraster des 43-jährigen Vorgesetzten laut Staatsanwaltschaft: Eine seiner Beamtinnen war bei der vorangegangenen Festnahme verletzt worden.
Nach dem Vorfall soll S. zu den beiden Zeugen gesagt haben: "Ihr könnt euch überlegen, ob ihr hier gewesen seid." Vor Gericht hatte S. die Schläge bestritten. Er habe den Festgenommenen nur "an den Schultern heruntergedrückt".
Das sagte nun auch ein dritter Beamte als Zeuge aus. In internen Vernehmungen hatte er sich zuvor anders geäußert: Er habe nichts gesehen, sei damit beschäftigt gewesen, das sichergestellte Geld des Festgenommenen zu zählen. Ein Urteil wird frühestens am 21. Dezember erwartet. (mh)